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    <title>Anne und Bunki in Australien</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>Anne_und_Bunki</dc:publisher>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:date>2008-08-11T05:02:33Z</dc:date>
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    <title>Anne und Bunki in Australien</title>
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  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4710475/">
    <title>Herzlich Willkommen</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4710475/</link>
    <description>Hier befindet Ihr Euch in unserem kleinen Weblog, mit dem Ihr uns ein Jahr durch Australien begleiten könnt. &lt;br /&gt;
Wir werden versuchen, Euch auf dem Laufenden zu halten, auch wenn es manchmal etwas dauert.&lt;br /&gt;
Um Euch unsere Geschichten etwas näher zu bringen, haben wir diese Karte angelegt. Hier könnt Ihr sehen, wo sich die verschiedenen Begebenheiten zugetragen und welchen Weg wir bereits zurückgelegt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;393&quot; alt=&quot;Karte&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Karte.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedenkt bitte, dass der aktuellste Beitrag sich immer genau unter diesem Willkommensbeitrag mit der Australienkarte, befindet. Um unsere Geschichte von Beginn an zu lesen, scrollt die Seite einfach herunter und klickt gegebenenfalls auf &quot;&lt;i&gt;ältere Beitrage&lt;/i&gt;&quot; am unteren Rand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Kommentare abzugeben, über die wir uns übrigens immer riesig freuen, klickt einfach unter dem jeweiligen Beitrag auf &quot;Kommentar verfassen&quot;, und schreibt uns Eure Meinung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der rechten Spalte findet Ihr nicht nur unseren Lesestoff, gesehene Kinofilme und den Link zu unserer Kanada-Seite, sondern unter anderem auch einen Wetterbericht. Dieser zeigt Euch stets unseren aktuellen Aufenthaltsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wir wünschen Euch auf jeden Fall viel Spaß auf unserer Seite und hoffen, Ihr besucht uns öfter.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eure Annemaus &amp; &lt;br /&gt;
Euer Bunki&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Herzlich+Willkommen&quot;&gt;Herzlich Willkommen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-09T07:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/5116249/">
    <title>Im Dorf der Verdammten</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/5116249/</link>
    <description>Neugierig kamen sie an unseren Van heran. Eine ungewöhnliche, aber dennoch sehr angenehme Begrüßung. &lt;br /&gt;
Die Dämmerung war bereits eingetreten und die Umgebung verlor demzufolge ihre Farbenprächtigkeit. Man konnte nur die Wellen hören, wie sie kraftvoll an den Felsklippen brachen. Sonst nichts. Es duftete nach Salzwasser.&lt;br /&gt;
Ich hatte den Motor ausgestellt, um die Anführerin unseres Empfangskomitees nicht zu verschrecken. Es war wahrscheinlich die Mutter, die ihre zwei Sprösslinge im Schlepptau an unser Auto heranführte und im nächsten Augenblick ihre Nase empor streckte, um nach etwas Essbarem zu schnüffeln.&lt;br /&gt;
Normaler Weise sind sie sehr scheu und halten sich grundsätzlich nicht in Menschennähe auf. In vielen Nationalparks jedoch haben sich die Kängurus bereits an die Zweibeiner gewohnt. Was für einzigartige Geschöpfe. So putzig und niedlich, so drollig und liebenswert, so bezaubernd und ulkig, aber dumm wie ein Hausschuh. Im Ernst, ich glaube das sind die dümmsten Tiere, welchen wir je begegnet sind. Selbst mein einstiges Karnickel, ich hielt es vor vielen Jahren im Schuppen meiner Oma, hatte mehr Grips als diese australischen Beuteltiere. Und mein Karnickel saß eigentlich immer nur da. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Bunki-mit-Kaengurus&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-Kaengurus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hört hier viele Geschichten von nächtlichen Zusammenstössen mit Kängurus. Die unzähligen, toten Tiere am Straßenrand bestätigen diese und machen deutlich, wie gefährlich Nachtfahrten hier sein können. Ich sage: &lt;i&gt;Aber das ist nicht die Schuld der Tiere.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Uns wurden dann aber auch von Ereignissen berichtet, bei welchen sie in die Seite von fahrenden Autos sprangen. &lt;i&gt;Wie bitte, in die Seite?&lt;/i&gt; Genau. Man muss sich das so vorstellen: da befinden sich vielleicht fünf sechs Tiere Gras fressend am Straßenrand. Das Auto kommt angefahren. Eines der Kängurus schreckt auf und schnellt los. Und das erfahrungsgemäß eben auf, oder über die Straße. Die Kameraden folgen sofort. Alle springen sie aufgescheucht hintereinander weg zur anderen Seite. Bis auf das letzte Tier. Das springt in die Seite des Autos. &lt;br /&gt;
Ich sage dazu: &lt;i&gt;Schon etwas mehr die Schuld der Tiere.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;219&quot; alt=&quot;kaengurus-springen&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/kaengurus-springen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun stelle man sich einmal vor: da befanden sich vielleicht fünf sechs Tiere Gras fressend am Straßenrand. Das Auto kam angefahren. Das Auto bremste ab, da die Leute die Tiere beobachten wollten. Eines der Kängurus schreckte auf und schnellte los. Die Kameraden folgten sofort. Alle sprangen sie aufgescheucht hintereinander weg zur anderen Seite. Bis auf das letzte Tier. Das sprang in die Seite des parkenden Autos. Also dazu fehlen mir die Worte und ich muss einfach sagen: &lt;i&gt;Meinem Karnickel wäre das nicht passiert.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;362&quot; alt=&quot;Kaenguru-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Kaenguru-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir suchten uns, nach dieser freundlichen Begrüßung, einen Schlafplatz. &lt;br /&gt;
Es war bereits dunkel und als wir etwas später in unsrem Bett lagen, gingen wir gedanklich noch einmal den gesamten Trip durch. &lt;br /&gt;
In mancher Hinsicht waren wir sehr erleichtert diese enorme Strecke hinter uns gelassen zu haben. Unser Van &lt;i&gt;Sammy&lt;/i&gt; hatte durchgehalten. Kilometer für Kilometer brachte er uns sicher durch das Niemandsland. Fast eine Woche hatte es gedauert. Eine Woche voller Angst und Ungewissheit. Aber nun waren in Western Australien. &lt;br /&gt;
Wiederum aber wussten wir genau, dass ein weiteres Problem vor uns lag. Das Auto musste repariert werden. Dieses konnten wir allerdings ohne Arbeit nicht finanzieren. Das bedeutete, wir waren gezwungen eine gute Werkstatt ausfindig zu machen und gleichzeitig Arbeit zu finden. Uns war nicht wohl bei diesen Gedanken. Denn mit kaputtem Auto sämtliche Farmen abzuklappern um nach Arbeit zu suchen, klang nicht besonders viel versprechend. Aber wir mussten da durch.&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen waren unsere Sorgen plötzlich verschwunden. Zu mindestens wieder für einen Moment. Ich erwähnte bereits: &lt;i&gt;atemberaubende Landschaften lassen wenigstens für eine kurze Weile unsere Probleme erlöschen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;195&quot; alt=&quot;Beach-Esperance&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Beach-Esperance.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strände waren ohne Zweifel mit die schönsten, welche wir in Australien je gesehen haben. Weißer Sand, türkises Wasser und das umgeben von ergreifenden Gesteinsformationen. Wir standen einfach nur da und genossen diesen Anblick. Ich hob meine Arme und streckte sie voller Freude über diesen Anblick in die Höhe. Bei unserem ersten Australienbesuch waren wir schon einmal hier. Damals regnete es aus Eimern, wodurch wir wahrscheinlich diese fantastische Landschaft nicht wahrnehmen konnten. Dieses Mal jedoch prägte sich der Anblick dauerhaft in unser Gedächtnis ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;141&quot; alt=&quot;Beach-Esperance-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Beach-Esperance-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Tage später befanden wir uns bereits auf dem Weg nach Albany. Wir waren  nicht in Esperance geblieben. Wir haben uns auch nicht nach einer Werkstatt, oder gar nach Arbeit umgesehen. Uns erschien dieser Ort einfach zu klein und zu teuer. Die wenigen Zeltplätze im Ort, waren sowohl ausgebucht als auch dermaßen überteuert, dass uns die Entscheidung, weiter nach Albany zu fahren, nicht schwer fiel. &lt;br /&gt;
Wir waren uns nicht so sicher, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist. Immerhin war unser Auto kaputt und es lagen weitere fünfhundert Kilometer vor uns. Dennoch hatten wir ein gutes Gefühl bei diesem Unterfangen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;195&quot; alt=&quot;Annemaus&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Annemaus.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So machten wir uns auf. Das Kühlwasser war aufgefüllt, unsere Essensvorräte etwas aufgestockt und zu guter Letzt zeigte sogar unser Telefon wieder ein Signal. Was für ein beruhigendes Gefühl. Den letzten Signalbalken hatten wir vor über einer Woche, zu Beginn unserer Abenteuerfahrt durch das Nullarbor. Aber nun waren wir wenigstens wieder in der Lage, im Falle eines Falles, Hilfe anzufordern. &lt;br /&gt;
Der Ablauf der Fahrt war immer noch der Gleiche. Einhundert Kilometer fahren, Pause einlegen um den Motor abzukühlen, dann Wasser und Öl auffüllen und weiter ging es. So erreichten wir Albany nach einem Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes statteten wir dem Informationszentrum einen Besuch ab. Eine überaus hilfsbereite Frau konnte wahrscheinlich unsere Notsituation spüren und begann sogleich Farm- und Werkstattadressen, wie auswendig gelernt, aufzuzählen. Bestimmt waren vor uns schon andere Backpacker, mit ähnlichen Problemen, hier aufgekreuzt.  Wir waren jedoch sehr erleichtert über diese Hilfe, denn es klang alles sehr viel versprechend. Werkstätten gab es hier wie Sand am Meer, sowie Farmen und Packhäuser. Sämtliche Gemüsesorten werden dort in der Umgebung angebaut, was eigentlich immer genügend Arbeit versprechen kann, wie sie erwähnte. Wie sich jedoch herausstellte, ist die Erntesaison vorüber und momentan sieht es eher schlecht aus mit Arbeitsplätzen. Auch befanden sich keine Apfelplantagen im Umkreis. Wir wollten gerade in Panik verfallen, als sie wie aus der Pistole schoss: &lt;i&gt;aber die Erdbeerenernte hat begonnen.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Annes Augen leuchteten auf und sie grinste: &lt;i&gt;Erdbeeren eh? Ich mag Erdbeeren.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Ich konnte deutlich in Annes Mimik erkennen, dass sie bereits gedanklich das gesamte Erdbeerenfeld leer gegessen hatte. Ich kannte diesen Gesichtsausdruck und bekam etwas Angst. Da war wieder diese Gier in ihren Augen. Wahrscheinlich würden wir, durch ihren ungebremsten Erdbeerhunger, keinen Cent verdienen, dachte ich. So nahm ich Anne bei ihren Schultern und führte sie zum Auto zurück.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Erdbeeren sind meine Lieblingsbeeren.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Ja, ich weiß Annemaus.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;219&quot; alt=&quot;Kaenguru&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Kaenguru.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste gewählte Telefonnummer war schon ein Volltreffer. Anne hatte sich daran gemacht, telefonisch nach Arbeit zu fragen. Eigentlich fragte sie nicht, sondern zwang den Farmer mehr oder weniger uns den Job zu geben. Die Nummern hatten wir uns zuvor aus dem Telefonbuch besorgt, und wie schon erwähnt, war die erste auch gleich ein Arbeitsversprechen.  &lt;br /&gt;
Früh am Morgen fuhren wir auf das Grundstück. Es war ein gutes Gefühl. Nun würde es wieder nach oben gehen. Geld wird gespart und somit das Auto repariert. Hoffnungsvoll saßen wir in unserem Van. Wir waren etwas zu früh eingetroffen und mussten deshalb auf die restlichen Arbeiter warten. Wir parkten genau vor dem Packhaus. Dahinter befanden sich vermutlich die Erdbeerfelder. Das gesamte und ansonsten ziemlich große Gelände war vollständig von Wald umgeben. Vogelgesang war das einzige Geräusch, welches wir wahrnahmen. Alles wirkte sehr friedlich. &lt;br /&gt;
Plötzlich prasselten die ersten Regentropfen auf unsere Frontscheibe. Der Riss in ihr hatte sich inzwischen nicht nur von oben nach unten ausgedehnt, sondern auch von der Fahrer- bis zur Beifahrerseite. Die Scheibe war somit in vier Felder aufgeteilt. Zwei weitere, diagonale Risse bahnten sich mittlerweile ihren Weg. Es sah aus, als würde ein Sternenmuster geformt. Der Regen wurde nun heftiger und der Riss war derweil, vor lauter Tropfen, nicht mehr zu erkennen. &lt;br /&gt;
Ein Bus fuhr vor. Es war der Arbeitertransport mit ungefähr zehn/fünfzehn Seelen an Bord. Ausdruckslos schauten einige von ihnen in unsere Richtung. Diese Leere in ihren Augen war eigenartig. Anne und ich sahen uns fragend an. Sie stiegen nacheinander aus. Nichts sagend. Zum größten Teil waren es junge Leute. Darunter einige Asiaten und vermutlich einige Europäer. Vielleicht Backpacker? Wir konnten es nicht sagen. Der Rest der Truppe bestand möglicherweise aus Australiern. &lt;br /&gt;
Langsam und still gingen sie in das Packhaus. Sie wirkten müde und verlassen. Wir folgten ihnen. Es war dunkel in dieser Halle, aber niemanden schien das zu kümmern. &lt;br /&gt;
Links konnten wir einen kleinen Raum erkennen. Es war wahrscheinlich so eine Art von Büro. In der Mitte der Halle waren viele Tische aneinander gereiht. Sie dienten unverkennbar als Packtische. Hinter diesen stapelten sich unzählige tablettförmige Körbe zum Pflücken der Erdbeeren. Einige der Arbeiter zogen sich dreckige, zum Teil zerrissene Regensachen über. Das war nicht gut. Wir hatten gehofft, die Erdbeerfelder wären überdacht. Aber der Anblick dieser Regensachen deutete nun aufs Gegenteil. Wir standen neben dem Eingang und beobachteten stumm dieses lautlose Treiben. Ein Husten übertönte die Stille. Danach wieder Schweigen. Diese traurigen Gesichter versprachen nichts Gutes. Wir grüssten einige von ihnen mit einem kurzen Kopfnicken. Nichts, keine Antwort. Wir versuchten unser Begrüßungskopfnicken mit einem Lächeln zu kombinieren, aber ohne Erfolg. &lt;i&gt;Oh mein Gott, wo sind wir denn hier gelandet?&lt;/i&gt;, fragte mich Anne leise. &lt;i&gt;Ich hab keine Ahnung.&lt;/i&gt;, gab ich flüsternd zurück. Aber innerlich wussten wir es beide: Wir befanden uns im Dorf der Verdammten.&lt;br /&gt;
Ahnungslose Asiaten, die durch ihre wenigen Sprachkenntnisse zu dieser Arbeit gezwungen waren, junge europäische Backpacker, die wahrscheinlich vor wenigen Wochen noch ihr Reiseleben irrsinnig genossen hatten oder aussichtslose Australier, hatten nun an diesem Ort ihre Seelen verloren. Sie waren zu dieser Arbeit verdammt. Es gab kein Ausweg mehr für sie. &lt;br /&gt;
Ein kleiner, dicker Typ kam nun aus dem Büroersatz geschlichen. Er bahnte sich seinen Weg elegant zwischen den umherirrenden Erdbeerpflückern und kam auf uns zu. Er war ein Kopf kleiner als Anne, hatte lange Haare und sein Gesicht war weiß und mit einigen Ringen in der rechten Augenbraue, in den Ohren und in der Nase durchstochen. &lt;i&gt;Cool.&lt;/i&gt;, dachte ich. Endlich mal ein Boss nach meinem Geschmack. Aber der Typ war dermaßen stoned, dass er nicht einmal ein Hallo, geschweige denn ein Good morning., herausbrachte. Wir standen nur da. Er guckte uns an und wir ihn. Eine Unterhaltung mit ihm war in seinem Zustand wirklich nicht möglich. Aber wir versuchten es trotzdem: &lt;i&gt;We called yesterday.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Yep.&lt;/i&gt;  &lt;i&gt;We wanna start working today.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Yep.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Arbeiten wir draußen?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Jap.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Habt ihr hier Regensachen für uns?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Nö.&lt;/i&gt; Oh man, dass könnte eine Weile dauern. Er sah uns durch seine dunkelroten Schlitzaugen an und grinste vor sich hin. Alles in Allem der einzige von den Arbeitern der grinste. Ich musste nun auch schon grinsen, denn &lt;i&gt;Cheech&lt;/i&gt; machte den Eindruck, als ob er sogleich mit dem Kopf auf einen der Packtische ballern würde. Ob der Typ sich jeden morgen, vor dem großen Pflückeinsatz, so zuknallt? Ohne Zweifel. Er hatte somit wahrscheinlich einen Weg entdeckt, diese Art von Arbeit für sich erträglich zu machen. Es sah aber nicht danach aus, dass er sein Geheimnis mit seinen Angestellten teilte, denn diese irrten weiterhin ausdruckslos durch die Halle. &lt;br /&gt;
Ohne es zwischen uns abzusprechen, hatten wir eine Entscheidung getroffen. Wir brauchten uns nicht einmal anzuschauen. Ich nahm Annes Hand und wir gingen langsam und rückwärts Richtung Ausgang. &lt;i&gt;Ok, wir fahren nur mal eben los, um uns Regensachen zu besorgen. Wir sind dann gleich wieder da.&lt;/i&gt;, sagte ich noch, wobei ich meine rechte Hand etwas hob und eine beruhigende Geste täuschte. Er grinste unverändert vor sich hin. &lt;i&gt;Yep.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Keine zehn Sekunden später saßen wir im Auto und verließen bereits das Erdbeerdorf. &lt;br /&gt;
Ohne Zweifel hatten wir die richtige Entscheidung getroffen. Es ist zwar ziemlich dumm, in unserer Lage, einen Job abzulehnen, aber wir wollten unsere Seelen behalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir lachten bereits über den kleinen, dicken Kiffer, als wir nach Albany zurückkehrten. Mit der Erdbeerenernte hatten wir aufgegeben. Annes Erdbeerappetit war so oder so verblasst. Noch hatten wir etwas Geld um nach anderer Arbeit Ausschau zu halten. Es war uns zwar etwas unwohl, in unserer finanziellen Verfassung Arbeit abzulehnen, aber noch waren wir nicht gebrochen. Wir wollten uns erst einmal um unser zweites Problem kümmern. &lt;br /&gt;
Vor der uns empfohlenen Werkstatt machten wir Halt. Da waren wir wieder: Am Rande des Abgrundes, vor den Toren der Hölle, am Eingang einer Autowerkstatt. &lt;br /&gt;
Nichts kam uns in den letzten Monaten schlimmer vor, als ein Aufsuchen eines Mechanikers. Wahrscheinlich sitzen sie gerade alle an einem Fenster und beobachten uns Backpacker, mit bereits Dollarzeichen in den Augen. &lt;i&gt;Harharhar.fremde, junge, ahnungslose Reisende aus dem Ausland. Ein gefundenes Fressen. Harharhar!&lt;/i&gt; Uns war angst und bange. Wir wussten zwar, welcher Betrag auf uns zukommen würde, aber kostet die Reparatur hier, in Western Australien, auch Eintausendfünfhundert Dollar? Vielleicht wird es sogar teurer?&lt;br /&gt;
Meine Knie zitterten, als ich in die Werkhalle trat. Anne blieb am Auto. Der Boss der Firma kam sogleich auf mich zu. Er hatte einen kleinen Silberblick, machte aber ansonsten einen recht freundlichen und vor allem ehrlichen Eindruck. Das war gut. Ich erklärte ihm unser Problem. Er sagte mir dass er bereit wäre die Reparatur zu übernehmen. &lt;i&gt;Natürlich will er das. Er kann uns dabei doch so richtig über den Tisch ziehen.&lt;/i&gt;, dachte ich noch. Nach der Frage zum Preis, kam keine Antwort. Er überlegte. Ich schwitzte. &lt;br /&gt;
Er überlegte noch etwas, der Schweiß bildete inzwischen Flecken in meinem Shirt, sagte dann aber selbstbewusst: &lt;i&gt;Siebenhundertfünfzig Dollar.&lt;/i&gt;. Meine Knie drohten nun nachzugeben. Ich konnte es nicht fassen. Das war die Hälfte von dem, was uns vor dem Nullarbor gesagt wurde. Es war unglaublich. Ich ließ mir den Preis noch ungefähr viermal bestätigen, wobei sich sogar heraus stellte, dass es höchstens siebenhundertfünfzig Dollar werden können. Das bedeutete, da gab es eine Chance, wir bräuchten vielleicht sogar noch weniger zu bezahlen. Ich machte einen Termin ab und eilte zu Anne.&lt;br /&gt;
Sie freute sich riesig über diesen Preis. Auch dieser Mechaniker hat bestimmt gedacht, wir haben einen zu laufen. Er knallt uns so einen heftigen Preis an den Kopf und wir fangen beinahe an zu tanzen. Aber uns war das egal. Zwei Tage später sollte unser Elend vorüber sein. &lt;br /&gt;
Und diese zwei Tage verbrachten wir am Wasser. Die Schönheit der Strände war dort unten im Süden noch nicht verblasst. Auch die Umgebung von Albany ließ nichts zu wünschen übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Wir-am-Wasser&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Wir-am-Wasser.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So saßen wir vor unserem Van, an dieser fantastischen, kleinen Bucht und beobachteten fast täglich Delphine. Ansonsten versuchte ich, so oft es ging, uns ein Abendessen zu fangen und Anne versuchte weiterhin einen Job für uns zu ergattern.&lt;br /&gt;
Das Schöne dabei: &lt;i&gt;Wir waren beide erfolgreich!&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;308&quot; alt=&quot;Bunki-mit-Riesenfisch&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-Riesenfisch.jpg&quot; /&gt; Bunki mit Riesenfisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;261&quot; alt=&quot;Bunki-filmt-Schlange&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-filmt-Schlange.jpg&quot; /&gt; Dichter traute ich mich nicht an diese Schlange heran&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ihr Lieben, vielen Dank wieder für Euer Interesse. Bis zum nächsten Beitrag.&lt;br /&gt;
Eure Anne, mit den großen Füssen &amp; Euer Bunki, mit dem großen Kopf&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Im+Dorf+der+Verdammten&quot;&gt;Im Dorf der Verdammten&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-23T04:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/5072639/">
    <title>Die lange Reise durchs Nichts</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/5072639/</link>
    <description>Es war heiß an diesem Vormittag. Etwas Wind wehte, die Sonne glühte, die Grillen zirpten und es war weit und breit kein Auto in Sicht. Wir fühlten uns allein. Da waren nur wir und die Strasse, welche sich circa zweitausend Kilometer durch das Nullarbor zog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Nullarbor&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Nullarbor.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nacht zuvor verbrachten wir an einer Raststelle kurz hinter Ceduna. Ceduna ist ein alter Walfängerort und ist mit seinen zweitausendsechshundert Einwohnern die letzte größere Stadt vor dem Nullarbor. Norseman ist die nächste. Und zwischen ihr und Ceduna, befinden sich lediglich ein paar Tankstellen. Weiter nichts.&lt;br /&gt;
Wir standen am linken Straßenrand und besprachen erneut alle uns verbliebenen Möglichkeiten. Aber egal wie lange wir auch unsere Situation diskutierten, es gab keine andere Lösung für uns: &lt;i&gt;Wir mussten diese enorme Strecke bewältigen.&lt;/i&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;251&quot; alt=&quot;Das-Nullarbor-liegt-vor-uns&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Das-Nullarbor-liegt-vor-uns.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also machten wir uns auf, auf Richtung Westen.&lt;br /&gt;
Die Angst würde nun unser ständiger Begleiter sein, dass wussten wir genau. Dennoch wollten wir uns von ihr nicht lähmen lassen und begannen uns positive Sachen einzureden. &lt;i&gt;Wir werden es schon schaffen. Wenn wir die Temperatur im Auge behalten und somit den Motor nicht überhitzen, wird es kein weiteres Problem für uns geben. Wir kippen halt alle hundert Kilometer Wasser und Öl nach und Schwupps die Wupps sind wir im Westen. Und da ist dann alles besser. Da gibt es Arbeit und diese ist sogar noch besser bezahlt.&lt;/i&gt; Das hörte sich gut und bekannt an. Wir waren voller Hoffnung. &lt;i&gt;Ja, wir schaffen das.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Whoooo!&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Das wäre doch gelacht. Wir haben schon viel Schlimmeres überstanden.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Der-rote-Kontinent&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Der-rote-Kontinent.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tuckerten wir dahin. Mit siebzig Kilometern pro Stunde, entlang an, an ? &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ja, an was eigentlich?&lt;/i&gt; Da waren im Grunde nur Sträucher, sonst nichts. Nicht einmal ein Baum ragte aus dem Gestrüpp hervor. Keine Farmen oder gar Weideflächen, die sonst nur allzu häufig zu sehen sind, keine Stromleitung, die parallel zur Strasse läuft oder gar ein Windrad, welches irgendeinem Brunnen diente, bloß ein Verkehrsschild deutete ab und zu auf Zivilisation hin.&lt;br /&gt;
Anne schlief bereits nach dem dritten Kilometer. Ihr Kopfwippen zeigte dabei wieder deutlich, dass ihr die Schläfrigkeit unangenehm war. &lt;i&gt;Kopf langsam runter und schnell wieder hoch, Kopf langsam runter und wieder hoch, Kopf langsam runter und, naja, und so weiter.&lt;/i&gt; Es sah aus, als hätte sie jedes Mal, sobald ihr Kopf unten anlangte, eine gute Idee, welche sie mir dann augenblicklich mitteilen wollte, aber dann doch noch einmal überlegen müsste. Im Grunde war es ihr aber nicht zu verdenken, hier einzuschlafen, denn die Eintönigkeit Australiens hatte im Nullarbor vermutlich den Höhepunkt erreicht. Alles sah dort gleich aus. Und das auf einer Fläche von über zwei Dritteln Deutschlands. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;306&quot; alt=&quot;Vergleich-Australien-und-Europa&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Vergleich-Australien-und-Europa.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war beängstigend zu wissen, welche Entfernung noch vor uns lag. Um es einmal mit Europa zu vergleichen, befanden wir uns am Anfang einer Strecke von, ungefähr Griechenland bis nach Spanien. Und diese mit kaputtem Zylinderkopf. &lt;br /&gt;
Meine Augen wanderten somit ständig vom Tacho zur Temperaturanzeige. Bloß nicht zu schnell fahren und ja nicht den Motor überhitzen. Dass wir kein Thermostat mehr im Auto haben, machte die Kontrolle etwas schwierig, aber es war ok. Wir stoppten alle einhundert bis einhundertfünfzig Kilometer, ließen den Motor abkühlen und füllten folglich das verbrauchte Kühlwasser und das Öl wieder auf. &lt;br /&gt;
So schleppten wir uns dahin. Kilometer für Kilometer, und Stück für Stück auf dem einzigen Weg der durch dieses Niemandsland führt. &lt;br /&gt;
Diese Straße stellt mit Abstand den wohl aufregendsten Road Trip dar, welchen man sich hier in Australien vorstellen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;Bunki-Fingers-crossed&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-Fingers-crossed.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unserem ersten Australienbesuch kamen wir aus der anderen Richtung. Schon damals löste dieser Abschnitt Australiens eine Heidenangst bei uns aus. Aber unser VW Bus war zu jener Zeit in Ordnung und wir bewältigten diesen Teil unserer Kontinentumrundung ohne erwähnenswerte Vorkommnisse. &lt;br /&gt;
Diesesmal war aber alles anders. Die Angst stand uns in die Gesichter geschrieben und wir wussten innerlich genau, dass diese Strecke unser finanzielles Aus sein könnte. Blieben wir im Nullarbor liegen, würde unser Australienaufenthalt ein vorzeitiges Ende finden. Die Abschleppkosten wären für uns unbezahlbar. Wir versuchten die ganze Zeit nicht darüber nachzudenken, was passieren könnte. Ständig versuchten wir uns gegenseitig Mut zu machen. Wir erzählten uns Geschichten von anderen Backpackern, die es, wie es uns erzählt wurde, viel schlimmer getroffen hatte. Viele wurden durch ihre kaputten Autos gezwungen, ihre Reise vorzeitig abzubrechen. &quot;&lt;i&gt;Aber sollte uns das auch passieren? Sollte es wirklich eintreffen, dass wir die Mitte der Westküste, unser vorläufiges Ziel, nicht erreichen können?&lt;/i&gt;&quot;  &lt;br /&gt;
Wir hatten keine Ahnung, welchen Verlauf diese Geschichte nehmen würde. Innerlich aber gaben wir die Hoffnung nicht auf.&lt;br /&gt;
Wir versuchten die Autofahrt auf morgens und abends zu verlegen, um den heißen Mittagstemperaturen  auszuweichen und somit den Motor nicht zu überhitzten.&lt;br /&gt;
Zu unserem Glück jedoch sanken die Temperaturen in den letzten Tagen deutlich, was unserem Trip nur zu Gute kam. Dadurch schafften wir es tatsächlich an einigen Tagen, trotz der vielen Pausen, vierhundert Kilometer abzureisen. Dieses war natürlich ein enormes Stück in unserer Verfassung, aber alles verlief soweit ohne Vorkommnisse. Langsam aber sicher kamen wir Western Australien näher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den wenigen Tankstellen, an denen wir grundsätzlich neben dem Benzin auch unsere Wasservorräte auffüllten, legten wir stets eine etwas längere Pause ein. Wahrscheinlich fühlten wir uns dort einfach sicherer, denn der Anblick anderer Reisender ließ zumindest für einen kurzen Augenblick das Gefühl der Einsamkeit in uns verschwinden. Es war einfach gut zu wissen, dass wir nicht die Einzigen auf dem Eyre Highway, so der Name dieser Strecke, waren. Wirklich hilfreich war dieser Gedanke jedoch nicht, denn trotz des gelegentlichen Treibens an den wenigen Zapfsäulen und einiger Futter suchender Dingos, sahen diese Tankstellen aus, wie kleine Geisterstädte. &lt;br /&gt;
Umgeben von Sträuchern, staubiger Erde und einem endlosen Himmel stellten sie dennoch den einzigen Kontakt zur Zivilisation für uns dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;197&quot; alt=&quot;Dingo-im-Muellkontainer&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Dingo-im-Muellkontainer.jpg&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während wir also den Motor abermals abkühlen ließen, nutzten wir die Zeit, um Essen zu zubereiten und um uns zu duschen. Jedes Roadhouse, so nennt man hier die Tankstellen, bietet Duschen für nur zwei/drei Dollar an, was uns natürlich immer sehr gelegen kam. Auch ist es gut gelegentlich eine vernünftige Toilette benutzen zu können und nicht jedes Mal mit unserem kleinen Kackspaten in die Büsche ziehen zu müssen. &lt;br /&gt;
Jedoch nicht immer. Es kam nämlich schon so einige Male vor, dass wir den Hygieneort rückwärts wieder verlassen, und den australischen Busch vorgezogen haben. Ich weiß bis heute nicht, wie Scheisse auf die Klobrille, an die Seitenwände oder gar an die Decke gelangen kann. &lt;br /&gt;
Ich meine: &lt;i&gt;Sitzt man nicht auf der Toilettenbrille um seine Notdurft zu verrichten? Wie also kommt die Kacke auf die Brille? Steht da ein Jemand vor dem Becken und ärgert sich dann weil er die Öffnung verfehlt hat?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Es heißt ja, dass dieser Fehlversuch einigen Menschen aus Asien zu verdanken ist, denn diese erleichtern sich dort zu hause bekanntlich auf unterschiedliche Weise. Bei unserer Thailandreise haben wir es damals selber kennengelernt. &lt;br /&gt;
An den meisten Orten gab es keine Toilettenschüssel, sondern anstelle dieser, nur ein langes, flaches Becken im Boden. Man betritt folglich die Kabine mit dem Gesicht zur Wand, kniet sich hin, wobei man sich an einer Halterung vor sich festhalten kann und verrichtet sein Geschäft. Danach spült man. Entweder durch den Hebel an der Wand, der einen automatischen Spülgang verursacht oder mit der Schöpfkelle aus dem Wasserbehälter. Klingt alles etwas kompliziert und gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert. &lt;br /&gt;
Ich gebe zu, dass wir anfangs auch etwas überlegen mussten, bevor wir in der Lage waren unser Geschäft sauber und gezielt zu platzieren. Aber es ging, denn eines war logisch: &lt;i&gt;Es sieht anders aus als bei uns, also funktioniert es auch anders als bei uns.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Was bitte schön geht folglich den asiatischen Touristen hier durch den Kopf? &lt;i&gt;Es sieht anders aus als bei uns, aber ich versuch trotzdem mal die Öffnung rückwärts zu treffen?&lt;/i&gt; Wie läuft das ab? &lt;br /&gt;
Hängt Bruce Lee da, mit dem Gesicht zur Wand und dem Hintern über dem Becken am Spülkasten, und drückt? &lt;i&gt;Och, wieder vorbei.&lt;/i&gt; Und benutzt er dann die Plastebrille als Katapult, um das Zeug an die Decke oder die Seitenwand zu schleudern? Es übersteigt einfach meine Vorstellungskraft.&lt;br /&gt;
Ok, solange er das Loch trifft, geht es mich nichts an, was dort in der Toilettenkabine vor sich geht. Aber pinkelt man nicht auch, wenn man sein großes Geschäft erledigt? Also wo läuft das hin? &lt;br /&gt;
Es ist zum ausflippen wenn man es eilig hat, zum Örtchen rennt, die Kabinentür voller Erleichterung aufreißt und dann solch ein Bild vorgesetzt bekommt. &lt;br /&gt;
Einfach ekelhaft. Als ob unser Road Trip durchs Niemandsland nicht schon schlimm genug wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;127&quot; alt=&quot;Im-Nullarbor&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Im-Nullarbor.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem zweiten Roadhouse war aber alles bestens. Die Toilettenräume waren sauber und zitronenfrisch. Ich saß gerade auf einer der sechs Toiletten und freute mich darüber, mal wieder nicht von tausend Fliegen umgeben, mein Geschäft draußen verrichten zu müssen. &lt;br /&gt;
Das Schnaufen hörte ich schon entfernt. Da kam jemand, dem es hörbar schwer fiel einen Fuß vor den anderen zu setzen, was durch das Schleifgeräusch nur allzu  verdeutlicht wurde. Das Keuchen wurde lauter. Oh Mensch, dachte ich noch, &lt;i&gt;da hat es aber einer eilig.&lt;/i&gt; Es hörte sich an, als habe er gerade einen dreitausend Meter Lauf hinter sich gebracht und sei jetzt außer Puste. Er war jetzt ganz dicht und es war eindeutig, er wollte Einen Berg machen. Ich dachte: &lt;i&gt;Ohhhhh, bitte nicht neben mir. Nicht neben mir. Nicht neben mir.&lt;/i&gt; Zu spät. &lt;br /&gt;
Ich saß auf einer Außenkabine, welche dem Eingang als nächstes lag. Er nahm die nächste. Vermutlich wäre für ihn jeder weitere Meter zu viel gewesen. Fünf freie Toiletten und er nimmt genau die neben mir. Ich beeilte mich, er wiederum hatte Probleme durch die Tür zu kommen. Es hörte sich schlimm an, als ob er stecken blieb und sich dabei wehtat.  Ich bekam Angst und beeilte mich noch mehr. &lt;br /&gt;
Vorher konnte ich noch Grillen zirpen und einige Vögel zwitschern hören. Damit war jetzt Schluss. &lt;br /&gt;
Die Geräusche die nun folgten waren nicht menschlich. Es war ein Mix aus einer Schlacht aus dem Mittelalter und der Geburt eines Alien. Ich hatte nicht gewusst, dass ein menschlicher Körper solche Laute verursachen kann. Und diese dauerten an.&lt;br /&gt;
Vielleicht hatte er nicht bemerkt, dass noch jemand in der Nachbarkabine verweilt und ließ deshalb seiner Natur freien Lauf. Ich musste auf mich aufmerksam machen. Ich hustete, was ich nicht einmal vortäuschen musste. Denn mittlerweile kam auch der Geruch zu mir herüber. Aber keine Veränderung. Die Alienschlacht ging weiter. Er wusste also, dass er nicht alleine war, ließ sich aber auch nicht stören. &lt;br /&gt;
Ich sagte laut: Oh my God!. Aber Nichts. Vielleicht hatte er es auch nicht verstanden, da ich mir mit der rechten Hand bereits die Nase zuhielt und meine Stimme dadurch einen nasalen Beiklang bekam. Aber es war auch egal.  &lt;br /&gt;
Ich hielt das Gemetzel nicht mehr aus. Ich brach ab, reinigte mich und verließ im Laufschritt den Raum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lief zum Auto, füllte das Wasser und Öl auf und wir fuhren weiter. Anne wollte eigentlich noch etwas essen, bevor wir aufbrachen, aber ich bat sie noch etwas damit zu warten. Mir war im Augenblick nicht nach essen zumute. Anne war nicht glücklich, also erzählte ich ihr von dem Schrecken, welcher mir mit Gewissheit noch Albträume verursachen wird. Sie verstand und hatte danach auch nicht mehr so viel Appetit auf ihr zubereitetes Rindergeschnetzeltes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;224&quot; alt=&quot;Anne-isst&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Anne-isst.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Highway führte uns nun entlang an der längsten Klippenküste der Welt. Es war atemberaubend. Fast einhundert Meter hohe Klippen bilden eine sichtbare Grenze zwischen Land und dem Indischen Ozean. Und das auf einer Länge von hunderten Kilometern. An jeder möglichen Stelle stoppten wir, um den Ausblick zu genießen. &lt;br /&gt;
Es ist manchmal kurios auf unseren Reisen. Wir stehen dem Aus so nahe und dennoch kann der Anblick einer solchen Landschaft ein derartiges Gefühl von Freiheit in uns auslösen, dass sämtliche Probleme nicht mehr existieren. Aber leider nur für einen Augenblick.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;206&quot; alt=&quot;Wir-beide-an-der-Klippenkueste&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Wir-beide-an-der-Klippenkueste.jpg&quot; /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wasserverbrauch von unserem Van Sammy stieg in den letzten Tagen nämlich deutlich an, was uns zusätzliche Angst bereitete. Die Temperaturen waren aber weiterhin gesunken, was eine Überhitzung des Motors wiederum verringerte. Viele Tage würden wir auf diese Weise jedoch nicht mehr überstehen. Das war sicher.&lt;br /&gt;
Wir hatten aber mittlerweile schon fast das Ende der Strecke erreicht. Der gesamte Ablauf hatte in den letzten Tagen schon Routine angenommen. Hundert Kilometer fahren, Pause einlegen, den Motor abkühlen lassen, dann Öl und Wasser aufkippen und weiter ging es.  &lt;br /&gt;
In den letzten zwei Tagen waren endlich wieder Bäume zu sehen. Wir waren bereits in Western Australien und nun nicht mehr weit entfernt von unserem vorläufigen Ziel. &lt;br /&gt;
Norseman erreichten wir nach fünf Tagen. Wir machten jedoch keine Anstalten dort lange zu verweilen. Arbeit gab es nicht und auch die Werkstattpreise waren dort mit Gewissheit noch utopisch. Also fuhren wir weiter nach Esperance.  &lt;br /&gt;
Esperance ist ein alter Goldgräberort am Ozean und hat sich in den letzten Jahren, mit seinen circa neuntausend Seelen, zu einem kleinen, stattlichen Touristenort entwickelt. Die sagenhafte Strandlandschaft im Umkreis von Esperance ist gewiss der Auslöser des Touristenbooms. &lt;br /&gt;
Wir erreichten Esperance an einem Samstagmorgen. Keine Werkstatt war geöffnet. Auch war es schwer an einem Sonnabend Arbeit zu finden, da sämtliche Agenturen, sogar das Informationszentrum, geschlossen waren. Wir wussten anfangs nicht, was wir tun sollten. Sollten wir die nächsten fünfhundert Kilometer in Angriff nehmen, um Albany, den nächstliegenden, größten Ort, zu erreichen? Oder sollten wir hier ein paar Nachte verbringen, um am Montag unser Glück zu versuchen? Wir entschieden uns für die zweite Möglichkeit. So verbrachten wir die nächsten zwei Nächte in einem Nationalpark, ganz in der Nähe von Esperance.&lt;br /&gt;
Wir bereuten diese Entscheidung keines Falles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;111&quot; alt=&quot;Dingo&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Dingo.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;So Ihr Lieben, vielen Dank wieder für Euer Interesse. Bis zum nächsten Beitrag.&lt;br /&gt;
Eure Anne, mit den großen &amp; Euer Bunki, mit dem großen  &lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Die+lange+Reise+durchs+Nichts&quot;&gt;Die lange Reise durchs Nichts&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T07:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4943885/">
    <title>Alles sah viel schöner aus</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4943885/</link>
    <description>Es war fantastisch, einfach unbeschreiblich. Wir waren so froh. Es war so schön, dass es uns im ersten Moment vorkam, als wäre alles nur ein Traum. &lt;br /&gt;
Wir saßen doch tatsächlich in unserem Van Sammy und alles war heil. Kein Problem mehr. Alles war repariert. &lt;br /&gt;
Die morgendlichen Fehlzündungen waren wieder richtige Zündungen, das Radlager lagerte wieder und wir zogen keine Ölspur mehr hinter uns her. &lt;br /&gt;
Wir konnten es nicht fassen. Der Mechaniker hatte uns die beiden Öllecks für unter dreihundert Dollar repariert. Wollte der andere Heini, oben in Mareeba, nicht sieben- bis achthundert Dollar dafür kassieren? Wie bitte schön geht denn so was? &lt;br /&gt;
Wir hatten aber keine Lust mehr, darüber nachzudenken, wie uns das Geld aus der Tasche gezogen werden sollte. Alles war wieder in Ordnung. &lt;br /&gt;
Der Mechaniker musste laut lachen, als er unsere Freude spürte. Er hat bestimmt gedacht wir haben total einen zu laufen. Immerhin schuldeten wir ihm über fünfhundert Dollar, fielen uns aber trotzdem vor Freude in die Arme. Solche Kunden hat er gewiss gerne. Hoher Rechnungsbetrag und wir freuen uns mit Umarmungen. Aber er kannte halt nicht unsere gesamte Vorgeschichte.&lt;br /&gt;
Der Höhepunkt unserer Freude war jedoch, als ich beim Ausfegen der Fahrerkabine gegen die Kabelwirtschaft unter unserem Armaturenbrett stieß und dadurch doch tatsächlich unser antikes Autoradio wieder zum Laufen gebracht hatte. Es war unglaublich, da war Musik. Zwar nur aus einer Box und mit Rauschen gemischt, aber für uns klang es wie Dolby Surround.  &lt;br /&gt;
Auch das Licht leuchtete wieder in unserem Fahrerhäuschen. Es hing also alles nur mit einem Wackelkontakt zusammen. Wer konnte das schon erahnen? &lt;br /&gt;
Aber nun waren unsere Sorgen dahin und ein Gefühl, welches uns in den letzten sechs Monaten verborgen blieb, war zurückgekehrt. Wir waren glücklich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;176&quot; alt=&quot;Auto-unterwegs&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Auto-unterwegs.jpg&quot; /&gt;   unterwegs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ging es am nächsten Morgen endlich los. Auf in Richtung Westküste. &lt;br /&gt;
Es waren zwar noch einige Kleinigkeiten außer Funktion, das breite Grinsen verschwand trotzdem nicht aus unseren Gesichtern.&lt;br /&gt;
Da war zum Beispiel die Lüftung. Sie blies auf vollen Touren, aber leider erreichte immer noch kein einziges Windchen unsere Frontsitze. Auch das Licht in der Hinterkabine blieb dunkel und durch den linken Außenspiegel beobachtete ich weiterhin nur das linke Vorderrad, aber unser Sammy surrte dafür wie ein Kätzchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Weg führte uns dieses Mal durchs Landesinnere. Vor vier Jahren waren wir nämlich hauptsächlich auf Küstenstrassen gefahren und wollen nun, so oft es möglich ist, auch andere Gegenden für uns entdecken. &lt;br /&gt;
So kamen wir entlang vieler Wälder, ausgetrockneter Flüsse und dürrer Weideflächen. &lt;br /&gt;
Die rote Erde und der unbeschreiblich blaue Himmel verliehen uns wieder ein gewisses Maß an Abenteuerlust. Wir waren wieder unterwegs und zum ersten Mal ohne Probleme mit unserem Auto. Wir hätten schreien können vor Glück. Alles sah auf einem Mal viel schöner aus. &lt;br /&gt;
Am Abend gelangten wir in einen Sandsturm, welchen wir uns hätten nicht gewaltiger vorstellen können. Der Himmel war nicht mehr blau, sondern gelb. Ich hatte Probleme das Auto gerade zu lenken um nicht von der Strasse gepustet zu werden, und die Luft schmeckte trotz geschlossener Fenster sandig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;263&quot; alt=&quot;Sandsturm&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Sandsturm.jpg&quot; /&gt;   Sandsturm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Windstoss. Das Auto wackelte. Wir schrieen:  &lt;i&gt;Whoooo!&lt;/i&gt; Noch ein Schub. &lt;i&gt;Whoooo!&lt;/i&gt; Uns konnte nichts mehr unterkriegen. &lt;i&gt;Whooaa!&lt;/i&gt; Wir hatten sogar etwas Spaß dabei, diesen Sturm mitzuerleben. &lt;br /&gt;
Ich sagte ja bereits: &lt;i&gt;Alles sah auf einem Mal viel schöner aus.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen erwachten wir voller Tatendrang. Da war auch das Grinsen wieder. Was für ein schöner Morgen. Die Sonne ging gerade auf und der Himmel färbte sich somit wieder blau. &lt;br /&gt;
Nach Cornflakes und Kaffee machten wir uns auf. Immerhin wollten wir an diesem Tag wieder einige Kilometer bewältigen. &lt;br /&gt;
Nach einer Weile kehrte ein nur zu bekanntes Bild in unser Auto zurück: &lt;br /&gt;
Ich lauschte zu dem Krächzten, welches aus dem linken Lautsprecher schallte, in der linken Hand meine Kaffeetasse und in der rechten Hand das Lenkrad, auf dem ich mit zwei Fingern den Takt mitklopfte. Eigentlich war es mehr ein Schnarren, aber ich meinte da doch wirklich ein paar Melodien erkannt zu haben. &lt;br /&gt;
Anne dagegen kämpfte wieder einmal vergebens gegen den Schlaf. Ihr Mund stand dabei offen und ich war mir sicher, dass sich darin schon so ordentlich Spucke angesammelt hatte und nun jeden Moment auf ihr rotes Oberteil zu tropfen drohte. Ihr Kopfwippen würde die Sache bestimmt zusätzlich beschleunigen.  &lt;br /&gt;
Es ist seltsam mit ihr. Sie schläft die ganze Nacht hervorragend durch, wacht nach mindestens neun Stunden frisch und munter auf und sobald wir im Auto sitzen, fallen ihr erneut die Augen zu. Sie meint, es läge an der Eintönigkeit der Strecken. Alles sieht gleich aus und es geht sowieso immer nur geradeaus. Ich glaube eher, das Motorgeräusch versetzt sie in so einen Trancezustand, wobei sie immer tiefer in eine andere Dimension gerät. Aber das ist nur eine Theorie meinerseits. &lt;br /&gt;
Spannend wird es jedenfalls, wenn ich sie plötzlich nach dem Weg fragen muss. &lt;i&gt;Annemaus, wo müssen wir lang?&lt;/i&gt; Dann schnellt sie voller Schrecken hoch, den Autoatlas noch auf dem Schoss, und antwortet irgendetwas. Ihr ist es nämlich unangenehm andauernd einzuschlafen und antwortet deshalb lieber spontan, ohne eigentlich zu wissen, wo wir sind, oder welche Richtung wir einschlagen müssten. Vor nicht allzu langer Zeit lautete die Antwort: &lt;i&gt;Rechts lang, Hasi!&lt;/i&gt;. Diese Auskunft beförderte uns auf eine zig Kilometer lange Sandstrasse, die wahrscheinlich nur für Allradfahrzeuge gedacht war. Sehr weit aber kamen wir nicht, denn unser schwer beladenes Auto hatte gegen den losen Sand keine Chance. Nach nur wenigen Umdrehungen steckten wir so weit im Boden fest, dass die Ölwanne bereits auf dem Sandbett lag.  Da ruhten wir nun inmitten eines riesigen Waldes, und ich versuchte vergeblich unser Auto freizuschaufeln. Ich konnte es nicht fassen. Anne behauptete tatsächlich genau gewusst zu haben, wo wir uns befänden. Sie meinte auch, dass diese Route eine Abkürzung sei. Ja, genau. Sie gab erst nach einer kleinen Weile schüchtern zu, wieder geschlafen zu haben.  Sie sagte &lt;i&gt;Das kann doch mal passieren.&lt;/i&gt; und setzte sich selbstbewusst ans Steuer. Nun versuchte sie eigenständig unseren Sammy aus dem Treibsand zu fahren. Sie wollte wohl ihren kleinen Fehler wieder wett machen? Dass sie uns jedoch bei ihren Anfahrversuchen, wobei sie das Gaspedal bis zum Anschlag durchtrat, immer tiefer in den Sand beförderte, bemerkte sie nicht. Der Motor raste. Ich schrie aus voller Kehle: &lt;i&gt;Stopp! Aufhören! Hör auf Anne!&lt;/i&gt; Anne aber schrie: &lt;i&gt;Schieb, schieb,schiiiiiieeeeeb!&lt;/i&gt;, und trat das Gaspedal erneut bis zum Aufheulen des Motors durch. Der Dreck flog mir dabei in solchen Massen um die Ohren, dass ich meine Hand hätte nicht mehr vor Augen sehen können. Bei Versuch &lt;i&gt;Stopp!&lt;/i&gt; zu schreien, spuckte ich nur noch Erde. &lt;br /&gt;
Wir hatten keine Möglichkeit das Auto zu befreien. Es hätte wahrscheinlich eine halbe Ewigkeit gedauert es herauszubuddeln.&lt;br /&gt;
Aber wir hatten Glück. Nach einiger Zeit kam jemand vorbei, der uns aus dieser Falle befreien konnte. &lt;br /&gt;
Es wird halt nicht langweilig mir meiner Annemaus, die sich übrigens schon den Spitznamen: The Navigator eingehandelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Anne-am-Auto&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Anne-am-Auto.jpg&quot; /&gt;   The Navigator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fuhren wir Kilometer für Kilometer durch die Landschaft und es war wieder herrlich sie bei ihrem vergeblichen Kampf gegen den Schlaf zu beobachten. Ich bin in diesen Momenten sehr froh, dass sie den Sicherheitsgurt umgelegt hat. Ansonsten würde sie wohl spätestens beim dritten Kopfsacken auf das Armaturenbrett knallen. &lt;br /&gt;
Doch dann, unsere Fahrt verlangsamte sich plötzlich rapide. Es war so, als würde uns frontal ein heftiger Windstoss erfasst haben, der uns nun mit voller Kraft nach hinten drückte. Ich hörte gerade Musik aus dem Rauschen des einen Lautsprechers heraus, und Annes Kopf sackte nebenbei hoch und runter, so als würde sie im schlaf versuchen den Takt zu halten, als wir zurück gebremst wurden.&lt;br /&gt;
Ich hatte das Gaspedal jedoch normal durchgetreten. Es war schockierend. Anne riss ihre Augen wieder auf. Wir sahen uns an und wussten: &lt;i&gt;Hier stimmt was nicht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Ganz egal, was ich unternahm und wie weit ich das Gaspedal betätigte, wir verloren an Fahrt. Meine Augen fuhren wild umher. Ich hatte wohl gehofft durch einen Zufall die Ursache für diese Verlangsamung zu finden. Aber nein, es war nichts zu entdecken. Der dritte Gang funktionierte noch vernünftig, aber sobald ich in den vierten wechselte, wurden wir langsamer als zuvor. Wir kannten diese Symptome. Bei unserem ersten Australienbesuch durften wir schon einmal diesen Schrecken miterleben. Damals war es unser alter VW-Bus Mo. &lt;br /&gt;
Deshalb wussten wir beide, dass es nur eines bedeuten konnte: &lt;i&gt;Zylinderkopf!&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;209&quot; alt=&quot;Auto-auf-gelbem-Sand&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Auto-auf-gelbem-Sand.jpg&quot; /&gt;   Das Sorgenkind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erreichten die nächstgelegene Werkstatt nach einer Stunde und einer nur allzu schweißtreibenden Fahrt. Mit nur vierzig Kilometern pro Stunde rollten wir wieder einmal vor die Tore eines Mechanikers. Es regnete. Die ganze Zeit über durchdrangen uns Fragen sowie Aussichtslosigkeit wie Messerstiche. Es war einfach nicht mehr zu beschreiben. &lt;i&gt;Wie konnte so etwas sein?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Hatten wir nicht schon genug Probleme mit dem Auto überstehen müssen?&lt;/i&gt;  Es war einfach zuviel für uns. Alles war doch in Ordnung gewesen. Doch nun waren wieder Wolken über uns gezogen. &lt;br /&gt;
Der Mechaniker bestätigte meine Vermutung. Er hatte alles getestet und war zu dem Ergebnis gelangt, dass es sich vermutlich um den Zylinderkopf oder um die Zylinderkopfdichtung handelte. Der Kostenvoranschlag belief sich so oder so auf eintausendfünfhundert Dollar. Wir konnten nicht mehr. Anne brach in Tränen aus. Wir hatten das einfach nicht verdient. Ich schloss meine Augen und stellte mir bildlich vor, wie ich Malcom gezielt durch das Loch in unserer Windschutzscheibe presste.  Wir hatten nämlich ihm und seiner Drecksarbeit diesen Schaden zu verdanken. Das wussten wir jetzt. Aber es war zu spät. Wir konnten nichts dagegen unternehmen. Wir hatten ja nicht einmal eine Rechnung von Malcom in der Hand, da alles schwarz und sehr billig erledigt worden war.  &lt;br /&gt;
Es war hoffnungslos. Ich versuchte den Preis irgendwie herunterzuhandeln. Ich bot meine Hilfe an um somit wenigstens die Arbeitsstunden zu verringern, aber Alles in Allem verringerte sich der Preis dadurch auf nur eintausendvierhundertfünfzig Dollar. Vermutlich hatte der Mechaniker mein mechanisches Talent erkannt und meine Hilfskraft auf sage und schreibe fünfzig Dollar angesetzt. Ich fand, ich wäre mehr wert gewesen, aber wie sollte ich ihm das klarmachen? &lt;br /&gt;
Anne saß noch im Bus und weinte. Es brach mir das Herz sie so zu sehen. Vor einem Tag noch war sie so glücklich gewesen und auf einem Mal war alles dahin. &lt;br /&gt;
Wir verließen die Werkstatt, denn das Geld für die Reparatur konnten wir im Augenblick beim besten Willen nicht aufbringen. Wir hatten jedoch noch ein Dichtungsmittel in den Kühler geschüttet und hofften innerlich auf ein Wunder. Die Chance, dass so ein Mittel helfen könnte, ist wirklich nicht gering, unser Gefühl sagte uns jedoch etwas anderes.&lt;br /&gt;
Wir riefen als nächstes den Mechaniker in Shepparton an. Er konnte uns bestimmt irgendwie weiterhelfen. Immerhin hatte Anne ihn aus voller Dankbarkeit ausgiebig gedrückt, worüber er sich natürlich sehr gefreut hatte. Er sah aber nicht so gut aus und war auch schon etwas älter. Deshalb hatte ich mir da keine Sorgen gemacht. Aber das ist wieder ein anderes Thema. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;247&quot; alt=&quot;Bunki-hat-Dreck-am-Stecken&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-hat-Dreck-am-Stecken.jpg&quot; /&gt;   Dreck am Fuss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über unser himmlisches Wunder, unserem Mobiltelefon, vermittelte ich ihm alle Symptome und erzählte ihm, was der Mechaniker uns für die Reparatur berechnen würde. Auch er bestätigte die Vermutung des Zylinderkopfes und wir merkten deutlich, wie Leid es ihm tat, dass uns unser Auto abermals im Stich ließ. Er könnte uns das Auto für ungefähr neunhundert Dollar reparieren, sagte er mir. Was für ein Unterschied. Aber es gab für uns keine Möglichkeit dieses Angebot anzunehmen. Zum einen würden wir diese tausend Kilometer, die wir seit Shepparton bereits zurückgelegt hatten, mit dem Motor nicht überstehen, so meinte er. Zum anderen würde es mit dem Spritgeld auf genau das Gleiche herauskommen, wie wir es berechneten. Dazu kam, dass wir auch nicht unbedingt diese gewaltige Strecke noch einmal zurücklegen wollten. &lt;br /&gt;
Aber was sollten wir tun? Es schien aussichtslos. Wir befanden uns bereits in Südaustralien, in der Nähe von Adelaide. Adelaide ist die größte Stadt Südaustraliens und wäre somit wohl für uns eine gute Gelegenheit das Auto günstiger zu reparieren. So vermutete es jedenfalls Jopie, der Mechaniker aus Shepparton. Wir waren allerdings nicht besonders davon überzeugt, dass sich der Preis dort dramatisch ändern würde. Jopie konnte somit erst einmal nichts mehr für uns tun. Es tat ihm so leid und er bat uns ihn auf jeden Fall auf dem Laufenden zu halten. &lt;br /&gt;
Wir saßen im Hinterabteil unseres Vans und besprachen unsere Situation und denkbare Lösungen. Viele Möglichkeiten hatten wir nicht. &lt;br /&gt;
Unser Budget war so berechnet, dass wir den langen Weg durch Südaustralien und einen Teil Westaustraliens bewältigen hätten können. Dann müssten wir uns in der Nähe von Perth, der größten Stadt Westaustraliens Arbeit suchen, um unsere Finanzen für die Weiterfahrt wieder aufzufrischen. So unser eigentlicher Plan. &lt;br /&gt;
Wir hatten eine solche Werkstattrechnung einfach nicht mit eingeplant. Wieso auch? Es war ja alles heil. Sogar unser Kassettenradio lief wieder. Also was sollte noch passieren? Waren wir zu leichtsinnig gewesen? Vielleicht. Aber das ist unser Leben, ein Leben am Rande des Abgrundes. Und diesem waren wir zu jenem Zeitpunkt sehr nahe. &lt;br /&gt;
Das Auto konnten wir aus Geldmangel nicht reparieren lassen. Diese eintausendfünfhundert Dollar wären alles gewesen, was wir besaßen. Wir hätten uns danach nicht einmal mehr Essen kaufen können, geschweige denn Benzin oder, oder Eiscreme. &lt;br /&gt;
Demzufolge mussten wir arbeiten, um die Kosten aufzubringen. Klingt logisch, das Problem aber war, dass hier in Südaustralien keine Arbeit mehr war. Das wussten wir genau. In Westaustralien dagegen, begann im Augenblick gerade die Apfelernte. Eine Arbeit, wo ständig Leute gesucht werden. &lt;br /&gt;
Somit war unsere Chance auf einen Verdienst dort drüben im Westen eben sehr hoch. Es lag jedoch eine Strecke von insgesamt dreitausend Kilometern dazwischen. Ein Weg durch das Nichts. &lt;br /&gt;
Also was sollten wir bloß tun? Sollten wir doch zurück nach Shepparton? Nein, keine gute Idee. Dort war keine Arbeit mehr für uns, jedenfalls nicht für die nächsten vier bis fünf Wochen. &lt;br /&gt;
Sollten wir daher vielleicht nach Adelaide fahren, um uns einen Kellnerjob zu suchen? Kellnerjobs waren immer eine gute Alternative zur Farmarbeit. Viele Backpacker nehmen diese wahr und verdienen somit ihr Reisegeld. Aber gleichzeitig einen solchen Job zu finden ist fast ausgeschlossen. Was nützt es uns denn, wenn nur einer von uns beiden arbeiten könnte? Dazu kommt natürlich, dass ich nicht besonders scharf auf diese Art von Arbeit bin. Bei meinem letzten Versuch in diesem Gewerbe war ich als Küchenhilfe angestellt. Es war vor vier Jahren in Cairns. An meinem ersten Probeabend verringerte ich die Einnahmen von diesem italienischen Nobelrestaurant dramatisch. Ich war gerade für das Tellerwaschen mit diesem Hochdruckgeschirrspüler verantwortlich, konnte aber kein Pulver dafür finden. Deshalb nahm ich Spülmittel aus der Flasche. Und das nicht zu knapp, da ich mir an diesem Probetag mit besonders glänzendem Geschirr den Job sichern wollte.&lt;br /&gt;
Heute weiß ich, dass das nicht so gut war. Der Schaum kam in einer solch gewaltigen Masse aus der Maschine, das ich in kürzester Zeit nicht nur die komplette Küche überflutete, sondern auch das Restaurant. Der Schaum kroch in alle Ecken, auch unter die Tische. Die Gäste waren gezwungen ihre Füße anzuheben, damit sie keine nassen Schuhe bekamen. Es war wie im Film. Als der dicke italienische Boss zurück kam und ihm eine riesen Welle Schaum entgegenschwappte, war alles klar. Ich hatte genug geprobt und durfte nach hause. Ich bekam noch sechzig Dollar in die Hand gedrückt und ging mit einem Schweigen davon. &lt;br /&gt;
Seit diesem Vorfall bin ich zur Überzeugung gelangt, mich von diesen Jobs fernzuhalten. Aber wie schon gesagt, es wäre vermutlich sowieso nicht möglich gewesen, schnell und gemeinsam, eine solche Arbeit zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;233&quot; alt=&quot;Bunki-vor-Schild&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-vor-Schild.jpg&quot; /&gt;   Richtung Westen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestand daher keine andere Wahl, als den Weg durch das Nichts in Angriff zu nehmen.  Das Auto fuhr ja noch. Zwar mit einem riesen Wasser- und Ölverbrauch, und vielleicht nur siebzig Kilometer pro Stunde, aber es fuhr.&lt;br /&gt;
Was diese Strecke jedoch für uns bedeuten würde, konnten wir in diesem Moment kaum  einschätzen. Wir tuckerten noch zu einer zweiten Werkstatt, um einfach sicher zu gehen, keinen Fehler zu begehen. Auch dieser Mechaniker stellte die gleiche Prognose und der Kostenvoranschlag belief sich ebenso auf eintausendfünfhundert Dollar. Somit konnten wir zumindest wissen, nicht abgezockt zu werden. Im Nachhinein beruhigte es uns aber wenig. &lt;br /&gt;
Also machten wir uns auf Richtung Westen. Eine Fahrt voller Angst stand uns bevor. Das wussten wir.  Eine Reise durch das Nichts, durch ein riesen Gebiet, in welchem man nicht einmal einen Baum entdecken kann. Eine Fahrt durch das Nullarbor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ihr Lieben, vielen Dank wieder für Euer Interesse. Bis zum nächsten Beitrag.&lt;br /&gt;
Eure Anne, mit den großen Füssen &amp; Euer Bunki, mit dem großen Kopf  &lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Alles+sah+viel+sch%C3%B6ner+aus&quot;&gt;Alles sah viel schöner aus&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-05T05:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4918855/">
    <title>Man trifft sich immer zweimal</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4918855/</link>
    <description>An einem Sonntag fuhren wir los. Es war kalt, als wir morgens um acht in unsere Autos stiegen. Unser Van Sammy zeigte uns durch mehrere Fehlzündungen, dass auch ihm die Kälte ziemlich zu schaffen machte. &lt;i&gt;Peng!&lt;/i&gt; Motor aus. Und wieder: &lt;i&gt;Peng!&lt;/i&gt;. Der halbe Zeltplatz war wach. Es war so laut, dass wir im ersten Augenblick glaubten, auf uns würde jemand schießen. Aber nein. &lt;i&gt;Peng!&lt;/i&gt;. Es dauerte etwas, aber jetzt blieb der Motor am Laufen. Das war gut. Somit konnten wir die fünfhundert, vor uns liegenden Kilometer auf uns nehmen. Immerhin sollten wir am nächsten Tag bereits mit der Arbeit im Packhaus beginnen. Wir hatten alles zuvor telefonisch geregelt, um den langen Weg nicht umsonst fahren zu müssen. &lt;br /&gt;
Karen, die Vorarbeiterin des Packhauses, hatte uns nicht vergessen. Sie erinnerte sich noch sehr gut an unsere gemeinsame Zeit vor vier Jahren. Anfangs konnte sie es gar nicht glauben, uns noch einmal wieder zu sehen. Ihre Freude war jedenfalls groß. Wir hatten wohl einen guten Eindruck hinterlassen?   &lt;br /&gt;
Leider konnte sie uns nur zwei bis drei Wochen Arbeit zusagen, aber das war im Augenblick besser als gar keine Beschäftigung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Anne-am-Auto&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Anne-am-Auto.jpg&quot; /&gt;   Meine Annemaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ungefähr acht Stunden Fahrt, erreichten wir Shepparton. Auch hier überkam uns das Gefühl des nach Hausekommens. Nicht so sehr wie in Cairns, aber dennoch erinnerten wir uns immer noch sehr gut an diese kleine, einsame Stadt. &lt;br /&gt;
Es gibt hier wirklich nichts zu sehen. Keine Sehenswürdigkeiten, wenige Geschäfte und auch die Natur im Umkreis lässt zu wünschen übrig. Dennoch trifft man hier auf viele Backpacker, da Shepparton fast das ganze Jahr über viel Farmarbeit zu bieten hat. &lt;br /&gt;
Aber es war nicht unbedingt der Ort, der eine schöne Erinnerung in uns wach rüttelte. Es waren die Leute. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihrer, waren uns gut im Gedächtnis geblieben. So freuten wir uns auf unseren morgigen, zweiten Arbeitsbeginn in diesem Packhaus. &lt;br /&gt;
Wir mieteten uns für die eine Nacht auf einem Zeltplatz ein, um wenigstens noch eine warme Dusche genießen zu können. So schliefen wir dann etwas später tief und fest in unseren Autos. Frank und Nicole in ihrem Kombi und wir in unserem Van.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Peng!&lt;/i&gt; Da war er wieder. Der grässlich laute Knall. Und wieder: &lt;i&gt;Peng!&lt;/i&gt; Ui, na das war ungewöhnlich. Es war sehr warm an diesem Montag Morgen. Ich hatte geglaubt die Fehlzündungen vom Vortag waren das Ergebnis der niedrigen Temperaturen und somit nur eine Eintagsfliege. Aber ich muss mich dabei geirrt haben. Es wäre ja auch zu schön, einmal keine Probleme mit unserem Sammy zu haben. &lt;br /&gt;
Nach dem dritten Donnerschlag stotterten wir langsam los. Auf zur Arbeit. &lt;br /&gt;
Wir waren beinahe drei Kilometer vom Zeltplatz entfernt und so ungefähr siebzig Kilometer pro Stunde schnell, als es erneut knallte. &lt;i&gt;Päng!&lt;/i&gt; Aber dieser Knall war anders. Wir starrten uns an. &lt;i&gt;Ich hab Angst.&lt;/i&gt;, sagte Anne noch, bevor sich unsere Gesichtsfarbe zu einem reinen Weiß verwandelte. Denn die Tatsache, dass er nicht aus dem Auspuff kam, sonder von vorne links, war für uns Anlass zur Panik. Das wir etwas  anfingen zu schleudern war ebenfalls Grund genug für unsere Bleichheit. &lt;br /&gt;
Die Geräusche die folgten waren nicht schöner. Ein lautes Schleifen und ein konstantes Schlagen gegen Metall versicherten uns, dass uns hier etwas Schlimmes widerfahren war.  Wir stoppten am linken Rand des Highways um nachzuschauen, was uns diesen Schrecken verursacht hatte. Es war das Radlager. Aber wir hatten keine Wahl. Wir wollten an unserem ersten Arbeitstag nicht zu spät kommen und fuhren, oder besser noch wackelten,  mit zehn km/h, die letzten vier Kilometer, durch die Dunkelheit, bis zum Packhaus.  Wir rollten quasi vor die Tür. &lt;br /&gt;
Vor vier Jahren, sogar fast auf den Tag genau, fuhren wir gleichermaßen auf den Betriebsparkplatz. Damals war uns eine Eisenstange unter unserem fünfunddreißig Jahre alten VW-Bus abgebrochen. Ich  schnürte sie zu jener Zeit mit einem Paketband fest, denn auch sie verursachte ein permanentes, lautes Hämmern unter dem Auto.  &lt;br /&gt;
Einige von Euch erinnern sich sicherlich noch an diese Szene aus unserem ersten Australienfilm. &lt;br /&gt;
Das Positive somit war, dass wir dadurch genau wussten, wo sich der nächste Mechaniker im Umkreis befindet. Er half uns damals schon mit der Eisenstange und wäre deshalb vielleicht auch in der Lage uns ein neues Radlager einzubauen. Das Negative allerdings war, dass er für die nächsten eineinhalb Wochen Urlaub machte. So kam es, dass unser Van Sammy aufgebockt und fahrunfähig die besagte Zeit verbrachte. &lt;br /&gt;
Aber es war alles halb so wild. Denn Frank und Nicole halfen uns glücklicherweise aus. Sie nahmen uns mit zur Arbeit und auch das Einkaufen erledigten wir gemeinsam. Wir waren wirklich sehr froh darüber, nicht allein hier in Shepparton gelandet zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Bunki-und-Karen&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-und-Karen.jpg&quot; /&gt;   Bunki und Karen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten es kaum glauben, dass wirklich schon vier Jahre vergangen waren, seit wir hier zum ersten Mal gearbeitet hatten. Es kam uns eher vor, wie vier Wochen. Es hatte sich nicht viel verändert. Einige neue Mitarbeiter natürlich, aber viele bekannte Gesichter begrüßten uns. Da war als erstes Karen. Sie hatte einst noch als Packerin gearbeitet und war mittlerweile zur zweiten Personalmanagerin aufgestiegen. Sie ist sehr lustig und man merkt förmlich, wie ihr die Arbeit Spaß macht. Mike ist ihr Boss. Er ist erst seit zwei Jahren hier im Betrieb, wir aber kamen von Anfang an super mit ihm klar.&lt;br /&gt;
Dann trafen wir auf Glanice. Oh Glanice. Sie ist eine etwas ältere, sehr gläubige Frau.  Wir waren damals bei ihr zum Essen eingeladen. &lt;br /&gt;
Als wir auf ihr Grundstück fuhren, verdeckte ein riesen Schild den Anblick des Hauses. Auf diesem stand: Jesus is alive!. Das war gut zu wissen. Es beunruhigte uns dennoch etwas, da wir durch dieses Schild schon vermuten konnten, was auf uns zukommen würde. &lt;br /&gt;
Glanices Mann begrüßte uns mit starrem Blick an der Tür. Es war gruselig. &lt;br /&gt;
Wir hatten über ihn gehört, dass er des Öfteren im Stadtzentrum predigt. Ist ja auch in Ordnung, bloß er täte dieses auch bei strömendem Regen, was uns dann doch stutzig werden ließ. &lt;br /&gt;
Dass wir in der Lage waren, von Australien aus, mit unserem Mobiltelefon, mit Freunden in Deutschland zu kommunizieren, betrachtete er als ein absolutes Wunder. &lt;i&gt;This is a miracle. This is a miracle.&lt;/i&gt;, stöhnte er mehrmals, kopfschüttelnd vor sich hin. Als ich ihm versucht hatte zu erklären, dass es auch ein bischen mit Technik zusammen hängt, verneinte er es streng und behauptete sogar etwas lauter: &lt;i&gt;This is a miracle. This is a miracle.&lt;/i&gt; Dieses Mal hob er dabei sogar seine Hände in die Höhe, um sich wahrscheinlich persönlich bei Gott für unser Handy zu bedanken. &lt;br /&gt;
Nach dem Abendessen, bei welchem eigentlich nur über die Kirche gesprochen wurde und wir uns noch einige Male &lt;i&gt;This is a miracle. This is a miracle.&lt;/i&gt;, mitanhören durften, gab Glanice uns noch ein kleines, selbstgebundenes Büchlein mit auf den Weg. Ihr Ehemann hatte es geschrieben, um seine Erleuchtung, auf diesem Wege, in der Welt zu verbreiten. &lt;br /&gt;
Es ging, um es kurz zu fassen, darum, dass Glanice ihn vor einigen Jahren verlassen wollte. Er war deshalb wohl so verärgert gewesen, dass er ernsthafte Überlegungen anstellte sie umzubringen. Sollte er sie erschießen, erstechen oder erwürgen? Aber wenn nicht umbringen, dann vielleicht doch einfach nur die Kniescheiben rausschießen. So stand es da im Buch. Als er jedoch kurz vor der Vollendung seiner Tat war, fiel er wohl zu Boden und Gott begegnete ihm. Sein Leben hatte sich seitdem geändert. Alles sei jetzt ein Wunder. Ob nun unser Mobiltelefon oder einfach nur die Kaffeekanne. Das er sich vermutlich bei seinem Fall zu Boden, bösartig den Kopf gestoßen hatte, darüber stand da nichts. &lt;br /&gt;
Wir erfuhren, dass Glanice es noch einmal mit unserer Bekehrung versuchen wollte. Aber da wir keine Lust auf ein zweites Abendessen mit ihrem Ehemann hatten, hielten wir etwas Abstand und die Sache regelte sich somit von allein. &lt;br /&gt;
Wir trafen auch Bernie wieder. Bernie ist die Mutter von zwei Staplerfahrern hier im Packhaus. Sie selbst ist Packerin und eigentlich das genaue Gegenteil von Glanice. Wenn man sich mit ihr unterhält, hört man wahrscheinlich nach dem zwanzigsten Gebrauch des berühmten &lt;i&gt;F-words&lt;/i&gt; auf zu zählen. &lt;i&gt;F&lt;/i&gt; hier, &lt;i&gt;F&lt;/i&gt; da. Man konnte förmlich mitanhören, wie viel Freude ihr die Arbeit bereitete. Glanice hätte es möglicherweise bei ihr sehr schwer, eine Bekehrung ihrerseits zu vollziehen. Aber Bernie war  in Ordnung. &lt;br /&gt;
Sowie Brenda. Brenda ist etwas füllig, groß, sehr freundlich und zuvorkommend. Ihre Haare hatte sie immer zu einem Dutt geflochten. Sie zog dabei ihre Haare so stramm nach hinten, dass sich dadurch ihre Backen zu einem breiten Grinsen formten. Das sah komisch aus, unterstrich aber ihre Freundlichkeit umso mehr.&lt;br /&gt;
Anne unterhielt sich gerne mit ihr, da Brenda immer bestens über alles bescheid wusste.  &lt;br /&gt;
Es war einfach schön wieder hier zu sein. Die Arbeitsatmosphäre war ein großer Unterschied zu einigen anderen Stellen, an welchen wir bereits arbeiteten. Nicole und Anne verpackten somit die leckeren Pfirsiche, Nektarinen und Pflaumen. Frank und ich waren für das Stapeln der Boxen verantwortlich. Wir hatten eine Menge Spaß, auch wenn dieser Job eintöniger nicht sein kann. Aber was will man machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;143&quot; alt=&quot;Shepparton-wohnen-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Shepparton-wohnen-2.jpg&quot; /&gt;   unser Quartier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quartier durften wir in einem Apfelfeldfeld beziehen. Hier standen noch zwei drei verfallenen Hütten, wobei eine von ihnen eine Küche bot. Drei funktionierende Kühlschränke, eine Mikrowelle und sogar einen Herd konnten wir dort benutzen. &lt;br /&gt;
Die anderen beiden Verschläge dienten noch manch einmal  als Unterkunft für einige Arbeiter, in welchen am Anfang noch drei Mädels aus Norwegen und zwei Australier hausten. Auch wir hätten in eine dieser morschen Hütten ziehen können, zogen es allerdings vor, in unserem aufgebockten Van zu schlafen. Frank und Nicole in ihrem Zelt, welches sie genau neben unserem Auto aufbauten. Wir legten uns ein Stromkabel aus der Küchenhütte und waren zufrieden. &lt;br /&gt;
Die  Bretterbuden waren wirklich schon so sehr zerfallen, dass man aufpassen musste, wo man hintrat, um nicht komplett durch den Holzfußboden zu brechen. &lt;br /&gt;
Daher bauten wir unseren Gaskocher draußen auf und wechselten uns täglich mit dem Kochen ab. Wir konzentrierten uns dabei alle vier auf asiatische Küche wodurch wir jeden Abend ein kleines Festmahl genießen konnten. &lt;br /&gt;
Dreißig Meter weiter stand noch ein Kabuff, in welchen sich zwei Duschen und zwei Toiletten befanden. Abgesehen davon, dass es in allen Ecken und Kanten zog wie Hechtsuppe, war es für uns absolut ausreichend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;138&quot; alt=&quot;Shepparton-wohnen-3&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Shepparton-wohnen-3.jpg&quot; /&gt;   Von Links: &quot;Badezimmer&quot;, Küchenblock und unser Standort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Tagen wurden wir durch einen lauten Angstschrei von einem der beiden Australier aufgeschreckt. Er befand sich gerade auf der Toilette und als er diese verlassen wollte, versperrte ihm eine Schlange den Weg. Wir rannten um zu sehen was geschehen war. Und da war sie. Ein fünfzig Zentimeter langes, grau gestreiftes Reptil. Der Australier war gezwungen durch eine der vielen Öffnungen im Dach zu klettern, da die Schlange nicht den Eindruck erweckte, aus unserem Badezimmer zu verschwinden. Sein Kumpel schnappte sich sein himmlisches Wunder, sein Mobiltelefon, und rief einen lokalen Service an, welcher sich um solche giftigen Angelegenheiten kümmert. Und da er mit seinem Telefonat beschäftigt war, wurde mir die Aufgabe zu Teil, die Schlange nicht aus unserem &quot;fünf Sterne Salon&quot; ausbüchsen zu lassen. Mit einem Besen bewaffnet machte ich mich an die Arbeit. Ich ging selbstbewusst auf die Schlange zu um ihr zu zeigen, dass mein Besen nichts war, mit dem man sich anlegen sollte. Sie zischte und kam auf mich zu. Ich fegte. &lt;br /&gt;
Ich glaube, wenn ich in diesem Moment gewusst hätte, dass diese Kreatur eine ausgewachsene Tiger Schlange war, und somit in die Kategorie der fünf tödlichsten Schlangen Australiens fiel, wäre ich schreiend und armewedelnd davongelaufen. Aber ich hatte keine Ahnung. Ich dachte noch: &lt;i&gt;Ach,die ist doch nich so groß. Die hältst im Schacht.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Und da stand ich nun mit meinem Kehrgerät und musste das giftige Zischen ertragen. Es war bereits dunkel und alle anderen hatten sich verzogen. Der Australier war immer noch am Telefon und erfuhr gerade, dass der Service eine Menge Geld kosten würde. Aber wir kamen nicht mehr dazu uns ausreichend über den Preis zu unterhalten, denn ich hatte den Kampf verloren. Die Schlange bemerkte sehr schnell dass mein Handfeger keine Gefahr darstellte und kam langsam und gezielt Richtung Eingang. Ich konnte nichts mehr machen. Ich glaube sogar noch ein Lachen ihrerseits gehört zu haben, bevor sie sich unter dem Brett, welches vor dem Eingang lag, versteckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;143&quot; alt=&quot;Schlange-in-Shepparton&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Schlange-in-Shepparton.jpg&quot; /&gt;   Was Giftiges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sahen sie nie wieder. Aber die Angst war uns allen anzusehen. Wie leichtsinnig wir doch vorher gewesen sind. Nie haben wir eine Lampe benutzt, wenn wir im Dunkeln noch auf die Toilette mussten, oder aus der Küche kamen. Aber damit war ab diesem Zeitpunkt Schluss. &lt;br /&gt;
Wir kramten unsere Taschenlampen heraus und Anne besorgte sich nach einigen Tagen auch gleich noch ein Headlight. Ein Headlight ist eine kleine, aber sehr ergiebige, Lampe, welche man sich um die Stirn bindet. Sie ist nicht schwer aber wirklich sehr hell. Ich konnte mir keine kaufen, da ich mir ein längeres Stirnband hätte besorgen müssen. Bei meinem dreiundsechzig Komma fünf Zentimeter Kopfumfang, hätte sich das Band deutlich in meine Stirn geschnitten und vermutlich viele Schmerzen verursacht. Aber das ist ein anderes Thema. Ich bevorzugte deshalb eben lieber eine normale Taschenlampe.&lt;br /&gt;
Im Nachhinein war ich jedoch überaus froh darüber, keines dieser Kopflichter zu benutzen.  Denn jeden Abend, wenn Anne sich dieses Teil umschnallte, wurde sie automatisch der Anziehungspunkt aller Insekten im Umkreis von siebenhundert Metern. Und diese Insekten hier in Australien sind keine Insekten,es sind Monster. Größer als Kastanien ballerten sie Anne, jeden Abend, wie Hagelkörner ins Gesicht. Anne hielt es nicht lange aus. Sie war auch schon ganz heiser vom laufenden Schreien. Deshalb schränkte sie die Benutzung dieses Headlights auf Nötigste ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;245&quot; alt=&quot;Sonnenuntergang-in-Shepparton&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Sonnenuntergang-in-Shepparton.jpg&quot; /&gt;   Abendlicher Sonnenuntergang &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verging die nächste Zeit wie im Fluge. Wir arbeiteten fleißig, kochten asiatisch und die gelegentlichen Spinnenbesuche störten uns bald schon nicht mehr so sehr. Die Red Back Spinne, eine weitere, tödliche Gefahr Australiens, welche sich unter unserem Waschbecken im Badezimmer einnistete, störte uns wenig. Sie war tagsüber eh nicht zu sehen. Und da sie sich nachts nur in ihrem Netz aufhielt, brauchten wir uns nicht zu sorgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;243&quot; alt=&quot;Spinne-an-Holzwand&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Spinne-an-Holzwand.jpg&quot; /&gt;   Was Giftiges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Wochen war es soweit. Unsere Arbeit war, wie Karen es voraus gesagt hatte, leider schon beendet, aber wir bekamen Besuch. &lt;br /&gt;
Frank und Nicole hatten sich mit Weidi und seiner Freundin Harnie verabredet. Sie waren zuvor ein ganzes Jahr in Neuseeland gewesen. Nun wollten sie, gemeinsam mit den anderen beiden, fünf Wochen Australien genießen, bevor Weidi und Harnie ihre Heimreise antreten würden. &lt;br /&gt;
Harnie hatten wir zuvor nur von Fotos gekannt. Weidi dagegen kennen wir schon annähernd zehn Jahre. Er hatte vor vier Jahren, sogar fast auf den Tag genau, seinen einjährigen Australienaufenthalt begonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;246&quot; alt=&quot;In-Shepparton-mit-Weidi&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/In-Shepparton-mit-Weidi.jpg&quot; /&gt;   Von Links: Annemaus, Harnie, Weidi, Nicole und Frank&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war damals sozusagen unsere Ablösung. Wir hatten unser Jahr hier fast beendet und Weidi kam zu jener Zeit mit einer guten Bekannten nach Down Under. Beide kauften unseren VW-Bus Mo, mit dem auch sie die Umrundung dieses Kontinents in Angriff nahmen. &lt;br /&gt;
Und so kam es, dass wir Weidi ein zweites Mal, hier in Shepparton, vom Busbahnhof abholten. Was für ein Zufall. Unsere Erde ist so riesig und wir treffen Weidi ein zweites Mal hier in dieser abgelegenen Stadt Australiens. Es ist kaum zu glauben. &lt;br /&gt;
Aber das Wiedersehen war schön. Auch Harnie ist sehr nett und wir alle machten uns erst einmal ein schönes Wochenende gemeinsam in einem Nationalpark am berühmten Murray River. Wir angelten, bereiteten unser Essen am Feuer und erzählten viel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;281&quot; alt=&quot;Bunki-am-Feuer&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-am-Feuer.jpg&quot; /&gt;   &quot;&lt;i&gt;Ich habe Feuer gemacht!&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach begannen die vier ihren geplanten Trip. Wir dagegen mussten noch einige Tage hier in unserer Geisterstadt ausharren, da wir natürlich noch einige Autoreparaturen vor uns hatten. Wir fühlten uns etwas verlassen, hier so ganz allein, umgeben von all den Spinnen und Schlangen. Die Zeit verging jedoch schnell. &lt;br /&gt;
Der Mechaniker, auch er konnte sich noch an uns erinnern, kümmerte sich hervorragend um unsere Probleme am Auto. Er erneuerte das Radlager und beseitigte die Fehlzündungen. &lt;br /&gt;
Nur drei Tage später waren wir wieder fahrbereit. Nun nahmen auch wir die Strecke Richtung Westen in Angriff. Wir hatten anfänglich noch überlegt alle zusammen zufahren, aber diesen Gedanken schnell wieder beiseite geschoben. Gewiss wäre es sicherer gewesen, aber durch unsere Filmarbeit hätten wir die Vier nur aufgehalten. Aber wer weiß, vielleicht treffen wir uns nicht bloß in Deutschland wieder?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;208&quot; alt=&quot;Gekko&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Gekko.jpg&quot; /&gt;   Nichts Giftiges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;So Ihr Lieben, vielen Dank wieder für Euer Interesse und Eure sehr aufbauenden Kommentare. Bis zum nächsten Beitrag.&lt;br /&gt;
Eure Anne, mit den großen &amp; Euer Bunki, mit dem großen  &lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Man+trifft+sich+immer+zweimal&quot;&gt;Man trifft sich immer zweimal&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-29T04:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4865897/">
    <title>Weiter Richtung Süden</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4865897/</link>
    <description>Malcom ist der Name unseres Mechanikers, dem wir die Reparatur der Zylinderkopfdichtung anvertrauten. Wir brauchten jedenfalls nicht lange nach ihm zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malcom, Malcom, Malcom&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Malcom ist der Verkäufer unseres Vans &lt;i&gt;Sammy&lt;/i&gt;. Er wurde weiß wie eine Kalkwand, als wir plötzlich vor seiner Tür standen. Damit hatte er nicht gerechnet, uns noch einmal wiederzusehen. Wir genossen den Augenblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;132&quot; alt=&quot;Malcoms-Platz&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Malcoms-Platz.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen ist es nämlich unwahrscheinlich, dass ein Autoverkäufer, hier in Australien, den neuen Besitzer ein zweites Mal zu Gesicht bekommt. Vorausgesetzt der Käufer ist ein Reisender, so wie wir es sind. Denn diese besorgen sich ihr neues Gefährt, meistens eben einen Van oder einen Kombi, und machen sich danach auf und davon, um das große, weite Land zu erkunden. Und da Australien eineinhalb mal so groß ist wie Europa, ist es eher ausgeschlossen, dass man sich erneut begegnet.&lt;br /&gt;
Diese Tatsache ist einigen Mechanikern selbstverständlich bewusst und sie versuchen demzufolge daraus ein Geschäft zu machen. Sie kaufen alte, schrottreife Vans oder Kombis zu Dumpingpreisen und reparieren sie auf billige Art und Weise. Manchmal bauen sie die Autos auch noch zum Schlafplatz um, was in unserem Fall ja nicht einmal ausgeführt wurde. Egal.&lt;br /&gt;
Danach werden sie jedenfalls an junge, ahnungslose Backpacker wieder teuer verscherbelt. Vor allem an diejenigen, die keine Ahnung von Autos haben. Ich muss gestehen, dass auch ich zu diesen Personen zähle, denn bei mir hört es nach dem Auftanken oder des Auffüllens des Scheibenwassers auch schon wieder auf mit meinem Latein. Für die Probleme, welche einen nach solch einem Autokauf dann einholen können, sind wir im Augenblick jawohl ein sehr gutes Beispiel. &lt;br /&gt;
Auch Malcom verdient auf diese Weise sein Geld. Das wissen wir jetzt, im Nachhinein. &lt;br /&gt;
Darum war dieser Überraschungseffekt, und ich meine er wurde wirklich weiß wie eine Kalkwand, für uns eine kleine Genugtuung. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malcom, Malcom, Malcom&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wir unterhielten uns lange mit ihm über unsere Werkstattbesuche, zeigten ihm die dazugehörigen Rechnungen und erzählten ihm auch, was uns die anderen Mechaniker mit auf den Weg gegeben haben. Er hörte sich alles aufmerksam mit an und wir konnten beinahe fühlen, dass ihm die ganze Angelegenheit leid tat. Aber das war ein Irrtum. Ich erklärte ihm dann noch schnell meine Theorie unseres kaputten Autoradios und der folgenden Kettenreaktion. Auch erläuterte ich ihm die Annahme, dass alle Tiere des Regenwaldes gut miteinander befreundet sind und es deshalb fertig brachten, uns die schmackhafte Mango aus dem Auto zu klauen. Malcom nahm dazu keine Stellung und tat so, als habe er mich gar nicht gehört.   &lt;br /&gt;
Na wenigstens erklärte er sich bereit uns die Dichtung günstig zu wechseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es genau zu sagen, so glauben wir jetzt, ist Malcom einfach von Natur aus so billig. Er repariert eben auch sein eigenes Auto am günstigsten, wundert sich dann aber offenbar jedes Mal, wenn seine Karre nicht mehr läuft. Er ist wohl so. Immer alles billig und Second Hand, bloß nicht zu viel ausgeben. Ist ja auch in Ordnung, wenn es für ihn selbst funktioniert. Wir bevorzugen jedoch lieber neues Ersatzteil im Auto. Einfach nur, um danach Ruhe zu haben.  Sein Angebot, mir noch einen gebrauchten Ölfilter einzubauen, lehnte ich deshalb dankend ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;262&quot; alt=&quot;Bunki-mit-Malcom&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-Malcom.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So machten wir uns im Endeffekt gemeinsam daran, den Motor in Einzelteile zu zerlegen, um die Zylinderkopfdichtung auszutauschen. Öl tropfte, Wasser leckte und der Staub wehte. Keine vernünftige Werkstatt, unbrauchbares Werkzeug und die ganze Zeit die Weisheiten aus Malcoms Mund. &lt;i&gt;Das geht auch so!&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Das brauchst du nicht.&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Die anderen Mechaniker sind alle viel zu teuer.&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Das kann man auch alles billiger machen.&lt;/i&gt;.  Es war einfach nicht schön ihm bei seiner Arbeit zuzusehen. Auch nicht ihm zuzuhören. Aber was sollten wir erwarten? Wir waren froh die Sache schnell hinter uns zu bringen. &lt;br /&gt;
Und wir brachten es schnell hinter uns. Zu schnell, viel zu schnell. &lt;br /&gt;
Ich hatte doch keine Ahnung davon, was eigentlich beachtet und ausgeführt werden muss, wenn man eine Zylinderkopfdichtung wechselt. Der Zylinderkopf muss zum Beispiel maschinell abgeschliffen und überhaupt muss alles genaustens angepasst werden. Es geht hier um Millimeter. Auch darf kein Körnchen Dreck hinein gelangen, was bei Malcom beim besten Willen nicht möglich war. Ich meine, alles wurde auf dem staubigen Boden erledigt. Eine Werkbank gab es nicht. Den Zylinderkopf hat er mit einem Handschleifgerät bearbeitet und erzählte mir dabei noch, dass es so auf jeden Fall ausreichen würde. Und ich &lt;i&gt;Idiot&lt;/i&gt;, habe ihm das alles noch geglaubt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;302&quot; alt=&quot;Bunki-mit-Malcom-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-Malcom-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das diese Drecks-Arbeit jedoch, nur einige Wochen später, zu unserem bis hierher größten Abenteuer, sowie beinahe zu unserem finanziellen Aus führen würde, konnten wir zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht erahnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nur wenigen Stunden war alles erledigt. Der Motor hatte nun seine neue Dichtung und einen neuen Ölfilter. Wir waren bereit für den Aufbruch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;273&quot; alt=&quot;Kleiner-Nasser-Kukaburra&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Kleiner-Nasser-Kukaburra.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Das hier ist ein kleiner, nasser Kukaburra. Er war aus dem Nest gefallen und jemand hatte ihn in diese Schale zum Trocknen gesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg führte uns als nächstes nach New South Wales. Die Provinz New South Wales ist doppelt so groß wie Deutschland, hat circa sechseinhalb Millionen Einwohner und war früher der Ausgangspunkt für die europäische Besiedelung durch Kapitän Cook. Die Küstenregion ist jedenfalls ziemlich dicht besiedelt. So fuhren wir zwar durch wunderschöne Orte, bekamen von der wilden Natur Australiens dagegen aber etwas weniger mit. &lt;br /&gt;
Bis zu diesem regnerischen Morgen an einer Raststelle. &lt;br /&gt;
Da war sie. Sie hing an der Innenseite unserer Fensterscheibe. Sie war riesig und beobachtete uns genau. Ihre Haare standen aufrecht und ihre Fangzähne trieften vor Blutdurst. &lt;br /&gt;
Jemand hatte uns in die Falle gelockt. &lt;i&gt;Wie konnte das sein?&lt;/i&gt; Wir waren steif vor Angst. Jede Bewegung könnte in diesem Augenblick unsere letzte sein. Wir hatten aber keine Zeit mehr darüber nachzudenken wie so etwas geschehen konnte. Es gab keinen Ausweg mehr für uns. Wir mussten kämpfen um sie aus dem Auto zu bekommen. Aber wie? Uns gingen viele Varianten, sie zu vertreiben, durch unsere Köpfe. Mit einem Speer zum Beispiel, einem riesen Messer, oder gar mit einem magischen Licht, so wie Frodo es in Herr der Ringe tat. Aber nichts davon hatten wir rechtzeitig zur Hand. Uns blieb nur ein Handfeger, aber nicht mehr viel Zeit. Sie bewegte sich nämlich gerade Richtung Innenraum. Anne schrie auf und weigerte sich, dieses mal ernsthaft, an dieses Ungeheuer heranzutreten. Ich meine, diese Spinne war riesig. Wir haben noch nie ein Tier dieser Größe gesehen. Wenn ich sagen würde, sie war so groß wie meine Hand, müsste ich lügen. Sie war größer. Meine Finger sind nämlich nicht so lang, aber das ist ein anderes Thema. &lt;br /&gt;
Die Spinne bewegte sich zu unserem Glück nicht schnell genug und ich konnte sie mit einer raschen Bewegung von der Tür fegen. Bei meiner Spinnenphobie war dieser Moment die reinste Hölle. Anne schrie aus Angst und wir beide schüttelten uns vor Erleichterung als Godzilla in einem Busch verschwand.&lt;br /&gt;
Wir wissen bis heute nicht, wie diese Spinne in das Auto gelangt ist. Wir hatten nämlich in dieser Zeit nachts alle Türen verschlossen, da es viel regnete. Der Gedanke, wir hatten sie schon eine ganze Weile im Auto mitgeführt, bereitet uns immer noch Panik.&lt;br /&gt;
Alles was wir bis heute wissen ist, sie war nicht giftig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;312&quot; alt=&quot;Kampf-mit-Spinne&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Kampf-mit-Spinne.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
So stellten wir uns den Kampf vor. Mit großem Messer, oder wie Anne, mit magischem Licht und Speer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ging es weiter. Der Schock steckte zwar noch etwas in unseren Knochen, aber dennoch gingen wir Stück für Stück wieder in unseren Travelalltag über. Wenn wir müde waren, schliefen wir, wenn wir hungrig waren, aßen wir und wenn wir tanken mussten, tankten wir. &lt;br /&gt;
Der Regen machte uns zwar etwas zu schaffen und unser Budget verringerte sich auch dramatisch, aber wir waren guter Hoffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;145&quot; alt=&quot;Sydney-Oper&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Sydney-Oper.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir in Sydney hereinfuhren, ging die Sonne auf. Wir haben das aber keineswegs als ein Zeichen aufgefasst. Gefreut haben wir uns dagegen riesig. Denn bei blauem, wolkenfreiem Himmel vor dem berühmten Opernhaus zu stehen, macht diesen Moment unvergesslich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;Sydney-Oper-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Sydney-Oper-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;239&quot; alt=&quot;Syndey-Harbour-Bridge&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Syndey-Harbour-Bridge.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sydney hat so ungefähr vier Millionen Einwohner und ist somit nicht nur die größte City New South Wales, sondern auch Australiens. Ich glaube man könnte sein ganzes Jahr hier verbringen und würde noch nicht einmal die Hälfte dieser gewaltigen Metropole kennenlernen. &lt;br /&gt;
Wir waren vor genau vier Jahren schon einmal hier. Eigentlich waren wir zweimal hier, saßen vermutlich sogar beide Male an der gleichen Stelle um das Treiben vor Ort zu beobachten. Der Anblick Sydneys Skyline, des Opernhauses oder gar der Hafenbrücke ist jedoch immer wieder beeindruckend. Es macht einfach Spaß hier zu verweilen und die Aussicht zu genießen. Genau das taten wir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Sydney-Skyline&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Sydney-Skyline.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir entschieden uns aber, nicht in Sydney zu übernachten. Wir wollten weiter. &lt;br /&gt;
Unser nächstes Ziel lag bereits in der nächsten Provinz, in Victoria. Bairnsdale ist der Name der kleinen Stadt, in der wir uns wieder auf Arbeitssuche begeben wollten. Wir hatten in Erfahrung gebracht, dass dort eine Menge Farmarbeit zu finden sei, also machten wir uns auf. &lt;br /&gt;
Auf dem Weg erfuhren wir, dass Frank und Nicole bereits in Bairnsdale Stellung bezogen und sogar schon auf einer Farm Arbeit gefunden haben. Das freute uns sehr und wir besuchten sie natürlich, als wir nach Bairnsdale kamen. Sie wohnten auf einem Zeltplatz, in einer kleinen Hütte. Für uns jedoch kam alles schneller als erwartet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;270&quot; alt=&quot;In-Bairnsdale&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/In-Bairnsdale.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zogen mit in die Hütte, da es im Van nachts zum Schlafen einfach zu kalt wurde und wir bekamen einen Job auf der gleichen Farm.  &lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;260&quot; alt=&quot;Doeff-und-Bunki-at-the-Beach&quot; width=&quot;193&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Doeff-und-Bunki-at-the-Beach.jpg&quot; /&gt;  Klingt alles sehr vorteilhaft. Das Problem aber war, wir bekamen so wenige Stunden in dem Bohnenpackhaus, dass wir davon nicht einmal die Miete hätten bezahlen können.&lt;br /&gt;
So kam es eher, dass wir mit den beiden einen kleinen Urlaub in Bairnsdale verbrachten. Wir fuhren zu verschiedenen Stränden, in einige andere Städte und angelten viel in dem Fluss genau vor der Haustür. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnt Ihr mich mit einem gefangenen Aal sehen. &lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;260&quot; alt=&quot;Bunki-mit-Aal&quot; width=&quot;126&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-Aal.jpg&quot; /&gt; Das Monster hätte mich beinahe mit in die Tiefe des Flusses gerissen. Die Angelsehne schneidet sich gerade, beim Hochhalten, in meine Hände. Ich glaube man kann den Schmerz deutlich in meinem Gesicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es konnte so aber natürlich nicht weiter gehen. Wir mussten Geld verdienen. Also begannen wir zur viert die Umgebung nach Farmarbeit abzuklappern. Leider vergeblich. Es sollte nicht sein. &lt;br /&gt;
Anne und ich hatten allerdings noch einen kleinen Trumpf im Ärmel. Vor vier Jahren haben wir in Shepparton gearbeitet. Shepparton liegt circa zweihundert Kilometer nördlich von Melbourne und somit ungefähr fünfhundert Kilometer von Bairnsdale entfernt. Aber dort war Arbeit für uns. Und so kam es. Wir brachen die Zelte ab und machten uns auf den Weg nach Shepparton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Anne-in-Sydney&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Anne-in-Sydney.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Anne in Sydney&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;So Ihr Lieben, vielen Dank wieder für Euer Interesse. Bis zum nächsten Beitrag.&lt;br /&gt;
Eure Anne, mit den großen &amp; Euer Bunki, mit dem großen&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Weiter+Richtung+S%C3%BCden&quot;&gt;Weiter Richtung Süden&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-02T05:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4826321/">
    <title>Aufbruch Richtung Süden</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4826321/</link>
    <description>Die Mangosaison hatte ihr Ende erreicht. Die letzten Früchte wurden verpackt und wir bereiteten uns auf unsere Weiterfahrt vor. Der Süden Australiens, entlang der Ostküste, war unser Ziel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;153&quot; alt=&quot;Auto-im-Wald&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Auto-im-Wald.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unseren Van &lt;i&gt;Sammy&lt;/i&gt; hatten wir bereits eine Woche zuvor von der Werkstatt geholt, wo uns der vierstellige Rechnungsbetrag fast ohnmächtig werden ließ. Aber was sollten wir machen, wir hatten doch keine Wahl? Der neue Kühler war mit Gewissheit notwendig. &lt;br /&gt;
Nach einer Weile, als die Farbe wieder langsam in unsere Gesichter zurückkehrte und wir wieder besser atmen konnten, teilte uns der Mechaniker noch beiläufig mit, dass er bei seiner Arbeit an dem Van &lt;i&gt;drei kleine&lt;/i&gt; Öllecks entdeckt hatte. Na das war erleichternd. Wir hatten ja bereits die Ölflecken unter dem Auto gesehen, aber geglaubt, es sei nur ein &lt;i&gt;großes&lt;/i&gt;. Aber nein, es sind drei kleine. &lt;br /&gt;
Eines dieser drei hatte er aber bereits repariert. Die anderen zwei würden jedoch weitere sieben- bis achthundert Dollar bei ihm kosten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hätte uns auch gleich eine in die &lt;i&gt;Schnauze&lt;/i&gt; hauen können, denn uns diese Zahlen so bescheiden an den Kopf zu ballern, tat deutlich mehr weh. &lt;br /&gt;
Das war einfach zu viel für uns. Es muss doch auch irgendwann einmal wieder aufhören. Eine Reparatur nach der anderen und das Auto wird und wird nicht heil. &lt;br /&gt;
Ob das alles noch mit der Kettenreaktion vom Radio zusammenhängt? Vermutlich sollten wir unsere gesamte Konzentration auf das Radio lenken und versuchen, es einfach zu reparieren? Na das wäre was, Radio wieder heil und gleich danach die Öllecks verschwunden. Ich werde diese Angelegenheit definitiv mit dem nächsten Mechaniker besprechen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Regenwald&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Regenwald.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verließen Mareeba. &lt;br /&gt;
Bevor wir aber diese Region hinter uns lassen, so dachten wir, wollen wir es uns noch einmal so richtig gut gehen lassen. &lt;br /&gt;
Wir hatten bei einem unserer gelegentlichen Cairnsbesuchen einen chinesischen Massagesalon entdeckt und wollten dort, so ganz relaxt, unsere verspannten Muskeln massieren lassen.  &lt;br /&gt;
Nach all der harten Arbeit im Packhaus wirkten wir nämlich mittlerweile ziemlich verkrampft. Und was kann es da besseres geben, als eine asiatische Massage? &lt;br /&gt;
Ich meine, wir schwärmen ja heute noch von diesen fantastischen Thaimassagen, die wir damals fast täglich über uns geschehen ließen. Na ob nun thailändisch oder chinesisch? Dat ist doch auch alles eins. Das muss doch gut sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum erreichten wir den Salon, traten auch schon drei der fünf Angestellten auf uns zu. J&lt;i&gt;uu niiid massahhhsch?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;What?&lt;/i&gt; J&lt;i&gt;UU NIIID MASSAHHHSCH?&lt;/i&gt; Ahhh, ob ich eine Massage möchte? Ja, bitte. Und so betraten wir den Behandlungsraum.&lt;br /&gt;
Wir konnten uns sogar die Zonen aussuchen, auf welche sich die Angestellten konzentrieren wollten. Ich entschied mich für meine Schultern, meinen Nacken und überhaupt für meinen gesamten Rücken. Bei welchen Körperteilen Anne um besondere Aufmerksamkeit bat, weiß ich nicht. Im Nachhinein spielte es auch keine Rolle mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da lagen wir nun, mit dem Gesicht nach unten, die Augen geschlossen und bereit, endlich von den Verspannungen befreit zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Juu niiid massahhhsch?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Ohh, juu gett massahhhsch!!!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht mehr, ob mein Masseur versucht hatte meine Wirbelsäule zutreffen oder nicht, aber der erste Schlag verfehlte diese um einige Zentimeter. Er traf die rechte Niere. Meine Augen rissen sich auf und kniffen sich automatisch vor lauter Schmerz wieder zusammen. &lt;i&gt;Hatte der Typ eben gerade seine Faust benutzt?&lt;/i&gt; Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn der zweite Schlag kam sofort. &lt;br /&gt;
Ja, es war die Faust und dieses Mal traf er die Wirbelsäule. &lt;i&gt;Was geht hier vor?&lt;/i&gt; Mir war schwindelig. Ich brauchte ein paar Sekunden um zu verarbeiten, was mir hier soeben widerfahren war. &lt;br /&gt;
Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte man glauben können, mein Masseur kann mich nicht leiden und will eine Schlägerei mit mir anfangen. &lt;i&gt;Sollte ich was sagen?&lt;/i&gt; Ich war mir nicht sicher. Dieser Gedanke war noch nicht einmal zu Ende gedacht, als mir Bruce Lee beide Fäuste, auf einem Mal, in den Rücken rammte und sie dann entgegen des Uhrzeigersinns drehte. Ich stöhnte laut auf vor Schmerzen. Gleich danach formte er eine flache, harte Hand und trieb sie mir systematisch in den Rücken. Links, rechts, links, rechts, links, rechts. Mein Rücken war taub. Dann kam eine Pause, denn er ließ zu meiner Rettung für einen kurzen Moment von mir ab. Wahrscheinlich war er, nach all den Schlägen, völlig außer Puste und musste sich ausruhen. &lt;br /&gt;
Aber genau kann ich das nicht sagen, ich hatte ja mein Gesicht immer noch in diesem Loch. Ich entspannte kurzzeitig mein schmerzverzerrtes Gesicht und öffnete meine Augen. Ich sah die dicken Füße von meinem Peiniger auf dem weißen Fliesenfußboden direkt vor mir. Er trug Flip Flops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Massagesalon&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Massagesalon.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich konnte mir jedenfalls beim besten Willen nicht vorstellen, der einzige Patient zu sein, welcher hier so zugerichtet worden war. So begann ich, den weißen Fliesenfußboden nach Blutspritzern anderer Patienten abzusuchen.&lt;br /&gt;
Plötzlich wurde ich durch einen Schmerzensschrei von Anne wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sie hatte es also auch erwischt. Ich kam kurz hoch, um zu sehen, ob Anne sich noch bewegen kann. Sie lag zwei Liegen weiter entfernt und ich sah, wie ein anderer Kung Fu Kämpfer sie gerade mit einer Hand bearbeitete. Mit der anderen telefonierte er nämlich. Er unterhielt sich aufgebracht und lachend auf Chinesisch während er impulsiv auf Annes Rücken einhämmerte. Ihr kurzzeitiges Kopfnicken nach jedem Schlag, verriet mir, dass seine Schläge volle Wirkung erzielten. &lt;br /&gt;
Er aber lachte und brabbelte an seinem Nokia vor sich hin. Wahrscheinlich berichtete er gerade seinen Freunden, dass sie wieder zwei Ahnungslose gefunden haben, an denen sie ihr Kampfsporttraining verbessern könnten. &lt;br /&gt;
Bruce Lee presste derweil meinen Kopf zurück in das Loch und meinte ich sollte mich bitte entspannen. Er wollte bestimmt nicht, dass ich sehe, auf welche Weise sie Anne fertig machen. Ich glaube auch, es hatte ihm nicht gefallen, dass ich kurz meinen Kopf angehoben hatte, denn jetzt stieß er mir seine Fäuste noch härter und noch gezielter in meine Nackengegend. Und jedes Mal drehte er sie, bevor er wieder zu einem neuen Schlag ansetzte, entgegen des Uhrzeigersinns herum. Dass dabei meine Haut zwischen seinen Fingern klemmte, machte die ganze Sache erst richtig schmerzhaft, störte ihn aber wenig. &lt;br /&gt;
Annes Masseur war nun fertig mit seinem Telefonat und konzentrierte sich wieder beidhändig auf die Rückenbehandlung. Er muss sich bei seinem Gespräch einen Schnupfen eingefangen haben, denn kaum hatte er aufgelegt, begann er dermaßen laut seine Nase hochzuziehen, dass wir regelrecht mit anhören konnten, wie sich seine Nasennebenhöhle immer weiter verstopfte. &lt;br /&gt;
Alle zwanzig Sekunden ein Geräusch, als ob er sich noch zusätzlich etwas Nasenschleim aus dem kleinen Zeh saugte. Es war widerlich, aber vermutlich wäre Anne die Schnodder auf den Rücken getropft, wenn er sie nicht eingesaugt hätte. Das war jedenfalls der Höhepunkt unserer Folter. Als ob sie uns nicht schon genug Schmerzen widerfahren haben. So gab es noch psychisch einen oben drauf.&lt;br /&gt;
In dem Moment, als Schnoddernase seinen Rotz zum fünfunddreißigsten Mal in seine Stirnhöhle pumpte, ließ Bruce Lee von mir ab. Er ging kurz hinter den Tresen und kam mit einer Broschüre zurück, auf der ein Männchen aufgemalt war. Diese Abbildung des menschlichen Körpers, die der berühmten Figur Leonardo Da Vincis ähnelte, wies einige schwarze Punkte in der Rückengegend nach. Er deutete mit dem Bleistift auf einen Punkt nach dem anderen und sagte: &lt;i&gt;Juu häf ploblem hiel, hiel and hiel. Juu niiid plasster!&lt;/i&gt; &lt;i&gt;What?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;JUU NIIID PLASSTER!&lt;/i&gt; Ich wollte gar nicht erst damit beginnen, ihm zu erklären, dass ich vor der Behandlung noch nicht solche Schmerzen hatte. Er wollte mir jedenfalls zwei Kräuterpflaster auf die besagten Stellen kleben, wodurch meine Schmerzen angeblich geheilt werden würden. Das sie pro Stück fünf Doller verlangten, hatte ich fast überhört. Ich teilte ihm dann laut mit, dass ich diese Plasster nicht brauche, worauf eine rege Unterhaltung unter den chinesischen Mitarbeitern begann. Anscheinend hatte sich noch nie zuvor ein Kunde getraut &lt;i&gt;Nein&lt;/i&gt; zu dem Pflasterangebot zu sagen. &lt;br /&gt;
Als ich mich langsam und quälend aufrichtete, sah ich, wie sie Anne bereits das vierte Pflaster auf den Rücken backten. Sie hatten auch ihr zuvor das Da Vinci Männchen, mit genau den gleichen Punkten, gezeigt und ihr klargemacht, wo sich ihre Problemzonen befinden. Das die Pflaster Geld kosten, hatten sie Anne gegenüber gar nicht erst erwähnt. Und nun sollten wir dafür auch noch zusätzliche zwanzig Dollar beraffen. Das war zu viel. Nun wurde ich laut und stritt mich aufgebracht über die Art und Weise uns hier irgendwelche Kräuterpflaster zu verkaufen. Um es kurz zu fassen, ich gewann unsere kleine Auseinandersetzung. Wir brauchten die Pflaster nicht bezahlen. &lt;br /&gt;
Wenigsten ein kleiner Höhepunkt nach dieser Tortur.  Als wir dann aus dem Laden humpelten, konnten wir noch beobachten, wie die einzige Frau sofort begann, den Boden unter unseren Liegen aufzuwischen. Deshalb konnte ich vermutlich keine Blutspuren finden.&lt;br /&gt;
So verließen wir Cairns. Anne mit vier riesen Kräuterpflastern auf dem Rücken und ich mit mehr Schmerzen im Nacken, als zu Beginn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;Anne-auf-Felsen&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Anne-auf-Felsen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war natürlich wieder ein eigenartiges Gefühl Cairns zu verlassen, aber wir kommen wieder. Das steht fest.&lt;br /&gt;
Wir machten uns als erstes auf zu einem Regenwald, von dem wir wussten, dass man hier eine besonders gute Möglichkeit hat, ein Schnabeltier zu sehen.  Diese Gelegenheit wollten wir uns dieses Mal nicht entgehen lassen. Wir waren bei unserem ersten Australienbesuch nämlich schon zweimal an diesem Regenwald vorbei gefahren. &lt;br /&gt;
Wenn man ein Schnabeltier beobachten möchte, muss man sehr früh aufstehen. Wir stellten unseren Wecker auf Zehn vor Fünf. Geweckt wurden wir aber etwas früher. Und zwar durch ein konstantes Hämmern oder Picken. Es kam von sehr nah. &lt;br /&gt;
Wir bewegten uns sehr langsam an das Fußende unseres Bettes und entdeckten diesen Vogel, welcher mit Genuss von dieser Mango fraß. Er saß anfangs auf unserem Türabsatz. &lt;br /&gt;
Ich meine, wir haben keine Fenster im Bus und sind somit darauf angewiesen die Schiebetür und auch manchmal die Heckklappe aufzulassen. Es wäre ansonsten einfach zu heiß im Auto. Deshalb nehmen wir die Aussicht auf einen Tierbesuch auch auf uns. Der Vogel jagte uns natürlich keine Angst ein. Das besondere aber war, dass unsere Mangokisten, wir hatten vier an der Zahl von unserer Arbeitstelle mitgenommen, weit unter dem Bett verstaut waren. Der Abstand zwischen dem oberen Rand der Kiste und unserem Bett war allerhöchstens zehn Zentimeter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;194&quot; alt=&quot;Vogel-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Vogel-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie, um alles in der Welt, ist dieser Vogel fast einen Meter unter unser Bett gekrochen und hat sich dann auch noch diese riesen Mango aus der Kiste geholt? Wir können uns das bis heute nicht erklären. Meine Theorie ist ja, dass er noch ein paar Kumpels dabei hatte, die dann gemeinsam das Bett, mit uns schlafend darauf, angehoben haben, um so die schmackhafte Frucht aus der Box zu klauen. &lt;br /&gt;
Ich werde auch diese Angelegenheit definitiv mit dem nächsten Mechaniker besprechen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;204&quot; alt=&quot;Possum&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Possum.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Vogelattacke waren wir natürlich hell wach und machten uns auch gleich auf,&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;250&quot; alt=&quot;Bunki-im-Wald&quot; width=&quot;141&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-im-Wald.jpg&quot; /&gt; dieses winzige und seltene Schnabeltier zu suchen. &lt;br /&gt;
Wir mussten etwas durch den Busch laufen um an den Fluss zu gelangen. Aber kaum angekommen wurden wir auch schon fündig. Da tauchte es auf. Direkt neben seinem Kameraden, der Schildkröte. Diese kann man hier übrigens ziemlich häufig beobachten. &lt;br /&gt;
Meine Theorie ist ja, dass die Tiere hier alle sehr gut miteinander befreundet sind. Wer weiß, was die hier schon alles abgezogen und geklaut haben? &lt;br /&gt;
Jedenfalls war es für uns etwas ganz besonderes dieses Tier bei seinem Frühstück zu zusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;120&quot; alt=&quot;Schnabeltier&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Schnabeltier.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ging weiter Richtung Süden, wobei wir als nächstes Brisbane ansteuerten. &lt;br /&gt;
Entlang an wunderschönen Stränden, an denen wir oftmals viele Tiere beobachten konnten und ich auch hin und wieder mein Angelglück versuchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;132&quot; alt=&quot;Beach&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Beach.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;299&quot; alt=&quot;Bunki-mit-gefangenen-Fischen&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-gefangenen-Fischen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal mit und manchmal auch ohne Erfolg. Wir hatten uns durchaus schon wieder an das Travelleben gewöhnt und genossen unsere Zeit zusammen. Die beiden Öllecks machten uns natürlich Sorgen, aber wir kamen schon klar. Das unser Radio nicht funktionierte, das die Lüftung nicht mehr lüftete und das die zwei Lichter im Innenraum nicht mehr leuchteten, darüber dachten wir schon gar nicht mehr nach.&lt;br /&gt;
Wenn wir fuhren, kühlte uns der Fahrtwind und wenn wir standen, schwitzten wir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;191&quot; alt=&quot;Lissard&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Lissard.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;112&quot; alt=&quot;Pelikane&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Pelikane.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem kleinen Ort, wir hatten so ungefähr die Hälfte der Strecke nach Brisbane hinter uns, geschah etwas nicht allzu gewöhnliches. Genau vor dem Eingang zu einem Supermarkt, wo wir gerade einkaufen wollten, saßen ein paar junge Mädchen. Eine von ihnen, sie war hier nur zu Besuch, spielte mit einer Schlange umher, als sei es vollkommen normal. Wir konnten es kaum glauben. Sie erklärte mir, es sei ihr kleines Haustier und sei nicht giftig. &lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;250&quot; alt=&quot;Bunki-mit-Schlange&quot; width=&quot;177&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Bunki-mit-Schlange.jpg&quot; /&gt;Das genügte mir an Informationen, um nicht in Panik auszubrechen. So nahm ich sie in die Hände und begutachtete sie aus nächster Entfernung. Es war ein Western Python und voll ausgewachsen. Was für ein wunderschönes Tier. &lt;br /&gt;
Anne war bei der Sache jedoch nicht so wohl, und sie bevorzugte den sicheren Abstand zu diesem Reptil. Uns wurde so aber wieder vor Augen geführt, in welchem Land wir uns befinden. In einem Land, wo man unzählige giftige Schlange und Spinnen finden kann. Na hoffentlich wachen wir nicht mal eines Morgens auf, und haben eines dieser Biester in unserem Bett. Vielleicht sollten wir doch lieber unsere Türen im Van geschlossen halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;117&quot; alt=&quot;Varan&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Varan.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;330&quot; alt=&quot;Brisbane-City-2&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Brisbane-City-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erreicht hatten wir Brisbane Anfang Februar, an einem Donnerstag Abend. Wir sind quasi vor Tanias und Aarons Haustür gerollt, denn unser guter Sammy war völlig erschöpft und verbrauchte deshalb wohl Unmengen an Öl und Wasser. Wie konnte es auch anders sein?&lt;br /&gt;
Diesmal war es die Zylinderkopfdichtung, die uns unser Leben erschweren sollte. Der hohe Ölverbrauch führte natürlich auch auf die zwei verbliebenen Öllecks zurück, aber eine Weiterfahrt war in diesem Zustand dennoch ausgeschlossen.  &lt;br /&gt;
Das gute aber war, dass ich somit früher als geplant die Gelegenheit bekam, einem Mechaniker all meine Theorien zu unterbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;239&quot; alt=&quot;Brisbane-City&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Brisbane-City.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten es gar nicht glauben, dass seit unserer letzten Begegnung schon über drei Monate vergangen waren, und freuten uns deshalb umso mehr, Tania und Aaron endlich wiederzusehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;206&quot; alt=&quot;Wir-mit-Aaron-und-Tania&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Wir-mit-Aaron-und-Tania.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;So Ihr Lieben, das war es mal wieder von uns aus hier. Vielen Dank wieder für Euer Interesse und bis zum nächsten Beitrag. &lt;br /&gt;
Eure Anne, mit den &amp; Euer Bunki, mit dem&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;166&quot; alt=&quot;Vogel&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Vogel.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;133&quot; alt=&quot;Nashornkaefer&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Nashornkaefer.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Anne_und_Bunki</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/topics/Aufbruch+in+den+Sueden&quot;&gt;Aufbruch in den Sueden&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Anne_und_Bunki</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-25T09:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4788813/">
    <title>Zurück in Cairns</title>
    <link>http://anneundbunkiinaustralien.twoday.net/stories/4788813/</link>
    <description>Wir hatten uns dazu entschieden weiter hoch in den Norden zu fahren. Wir wussten zwar, dass die Regenzeit in den nächsten Monaten ihren Höhepunkt erreichen wird, wollten aber die Gelegenheit, in den tropischen Norden Australiens zu gelangen, nicht verpassen. Immerhin waren wir ja weniger als fünfhundert Kilometer von Cairns entfernt, und somit nahmen wir die Strecke mit Leichtigkeit auf uns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;252&quot; alt=&quot;Wir-am-Auto&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Wir-am-Auto.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrt war ziemlich entspannend. Das Wetter war schön und die Natur wurde immer australischer. &lt;br /&gt;
Der Riss in der Frontscheibe hatte sich derweil seinen Weg bis an den oberen Rand der Verglasung gebahnt. Den Unteren hatte er ja bereits vor Beginn der Arbeit erreicht. Jetzt sieht die Scheibe aus, als würde sie jederzeit in zwei Hälften brechen. &lt;br /&gt;
Unsere Lüftung hat es mittlerweile auch entschärft. Na eigentlich funktioniert sie noch, denn wenn man den Knopf  auf die höchste Stufe dreht, arbeitet sie auf vollen Touren. Komischer Weise kommt aber kein einziger Hauch von Luft in unsere Fahrerkabine. Wahrscheinlich wird die Luft direkt in den Tank geblasen. Das würde dann zumindest unseren hohen Spritverbrauch erklären. &lt;br /&gt;
Aber was sollen wir machen? Irgendwie kommen wir dennoch immer zu unseren Zielen. In diesem Fall war es Cairns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;269&quot; alt=&quot;Cairns-Beach&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Cairns-Beach.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein Gefühl des nach Hausekommens, als wir am Ortseingangsschild von Cairns vorbei fuhren.  Vor genau viereinhalb Jahren lebten wir fünf Monate in dieser wunderschönen Stadt am Grossen Barriere Riff. Wir hatten hier damals gearbeitet und Cairns folglich kennen und lieben gelernt. &lt;br /&gt;
Und jetzt war es soweit: Wir waren zurück. Nie zuvor besuchten wir einen Ort im Ausland, welchen wir kurzzeitig unser zu Hause nannten, ein zweites Mal. &lt;br /&gt;
Irgendwie hatten wir aber den Eindruck es würde nicht der letzte hier in Australien sein.&lt;br /&gt;
So fuhren wir erst einmal bekannte Strassen entlang um unsere Erinnerung wieder wachzurütteln. Es war herrlich. Alles kam uns bekannt vor. Wir kannten noch immer die Straßennamen; erinnerten uns an Shops, in denen wir einkauften; auch an Restaurants, in denen wir gegessen hatten und fanden auch die Pubs, in denen sich einer von uns beiden mal sinnlos betrunken hat. Ich glaube es war Anne, oder???&lt;br /&gt;
Danach stoppten wir an der &lt;i&gt;Lagune&lt;/i&gt;. Die &lt;i&gt;Lagune&lt;/i&gt; ist ein öffentlicher und kostenloser Swimmingpool, mitten im Stadtzentrum. Er wurde angelegt, da Cairns keinen Badestrand besitzt. Der nächste (Bild oben) liegt so ungefähr zehn Kilometer entfernt und deshalb trifft sich hier nun täglich die gesamte Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;294&quot; alt=&quot;Cairns-Lagune&quot; width=&quot;440&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/anneundbunkiinaustralien/images/Cairns-Lagune.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem ausgiebigen Bad in diesem Pinkelpool und anschließender Dusche, machten wir uns wieder auf: Richtung Mareeba.&lt;br /&gt;
Mareeba ist ein Örtchen mitten im Regenwald und sollte für die nächsten dreieinhalb Wochen unser zu Hause werden. Davon wussten wir zu dem Zeitpunkt, als wir aus Cairns herausfuhren, natürlich noch nichts. Es kam jedoch alles schneller als wir es erwartet hatten. &lt;br /&gt;
Kaum angekommen ging es gleich zu einer Jobagentur. Die nette, alte Dame dort konnte uns allerdings keine Arbeit vermitteln. Nachdem ich aber etwas Ausschnitt zeigte, wies sie uns freundlich auf eine große Farm hin, welche eventuell noch Arbeit zu vergeben hätte. Und so war es auch. Der italienische Besitzer dieser riesen Mangoplantage konnte tatsächlich noch zwei tatkräftige Arbeiter gebrauchen. Na, da kamen wir doch genau richtig. &lt;br /&gt;
Bis zum Arbeitsbeginn jedoch waren noch fünf Tage Zeit und so entschlossen wir uns kurzerhand zurück nach Cairns zu fahren, wo ich, Bunki, einen Tauchkurs absolvieren wollte. Wie ich bereits erwähnte: Cairns liegt direkt am Grossen Barriere Riff und ist der Ausgangspunkt vieler Tourunternehmen, welche Tauch- und Schnorchelgänge anbieten. &lt;br /&gt;
So suchte ich mir einen preiswerten Anbieter und begann meine ersten zwei, von insgesamt vier, Tage im Klassenraum und Swimmingpool. Was für eine Herausforderung. Ich hätte das Angebot, den Kurs in Deutsch zu absolvieren, annehmen sollen. Ich wieder&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hey&lt;/i&gt;, dachte ich noch, &lt;i&gt;wie schwer kann es mit meinem Englisch schon werden?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Als unser neuseeländischer Tauchlehrer dann die ersten Fachausdrücke in den Raum knallte, sah ich die Schlagzeile bereits vor mir:  Deutscher Tauchschüler tot im Trainingsbecken aufgefunden 